Songbirds ... a family blogs!

Songbirds ... a family blogs!
Posts mit dem Label Homeschooling werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Homeschooling werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 12. Februar 2012

Nature Walks

Sonntag scheint gerade zu unserem 'NatureWalkDay' zu werden; also, dass wir nicht nur draußen herumtoben, sondern auch ein bisschen genauer hinschauen.
Was passiert gerade in der Natur, welche Tiere entdecken wir, was können wir beobachten und entdecken und finden,...
Meist sammeln wir irgendetwas auf, was wir später eventuell beim Malen noch verwenden können, oder was schön in der Vase/auf der Kommode/im Naturtagebuch aussieht, oder sich zum Spielen eignet; irgendetwas.


Heute haben wir viele Enten gesehen, die in kleinen Grüppchen (2-5) schwammen, sich gegenseitig putzten und nach Nahrung suchten.


Außerdem entdeckte Jamie ein Vogelnest...


...und versuchte sich darin, Fotos zu schießen. :-)

Samstag, 11. Februar 2012

Sonntag, 17. Juli 2011

Sommerferien - Juhuuu!

Seit zehn Tagen haben wir endlich Sommerferien. Es ist so schön, morgens nicht den Stress zu haben, rechtzeitig fertig sein zu müssen, Brotdosen zu packen, Kinder anzutreiben,etc. - genauso wie ich mittags in Ruhe Mittagessen kochen kann, ohne vorher noch mit dem Auto hin und her sausen zu müssen, um die Kleinen von Schule und Kindergarten abzuholen. Und die Nachmittage werden nicht von Terminen und Aktivitäten bestimmt.

Es hat ein Weilchen gedauert, diese neue Freiheit anzunehmen. Gerade meine Schulkind-Tochter hatte einige Tage arge Schwierigkeiten, weil sie garnicht mehr wusste, was sie mit sich anfangen sollte. Unruhig lief sie ständig umher, langweilte sich, konnte und wollte sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen und quängelte herum.
Wo war ihre Kreativität hin, die früher so selbstverständlich zu ihr gehörte??
Wieso war sie so ruhelos? Warum konnte sie sich auf nichts einlassen?
Fast hatte ich schon das Gefühl, dass ihr diese plötzliche Nähe zu mir und ihren Geschwistern fremd war.
Natürlich! Wann verbringt sie denn schon mal Zeit mit uns? Vormittags ist sie in der Schule, um dann den Nachmittag mit Freunden oder beim Sport/Klavier/Theater zu verbringen. Nur abends haben wir einen Moment zusammen, wenn ich etwas vorlese oder wir noch kuscheln. Selbst am Wochenende ist sie oft unterwegs...

Ich freue mich sehr über diese langen Ferien! Ich freue mich über den veränderten Tagesablauf, über die Kinder, die hier jetzt alles auf den Kopf stellen.
Wir leben zusammen, erleben zusammen - jeder Tag ist anders.
Langsam kommt unsere Kreativität zurück, unsere natürliche Neugier, die Ideen, das Miteinander. Mir war nicht aufgefallen, wieviel davon während der Schulzeit verloren geht...jetzt erinnere ich mich daran, wie es früher war, als es für uns noch keinen KiGa und Schule gab.

Das schöne ist, dass ich einen Weg gefunden habe, Geld zu verdienen, obwohl meine Kinder zu Hause sind. Ich merke, dass es möglich ist, beides zu vereinen. Das macht mir Hoffnung und Mut, dass es in ein paar Jahren vielleicht doch möglich sein wird, irgendwo ganz ohne Schule zu leben. Wär das nicht spannend? :-)


...Lucky Luke - Comics sind gerade der Renner bei den Kindern und werden abends im Bett bis zum Dunkelwerden gelesen/angeguckt...gut, dass wir morgens nicht früh aufstehen müssen. ;-)

Samstag, 30. Oktober 2010

Charlotte Mason - Music Appreciation

"Music appreciation is done in much the same way as art appreciation. Simply listen to the music of one composer at various times throughout the week. Tell children which composer you’re listening to. You could play the music in the vehicle while running errands or play it at home in the background during a meal. Be sure to begin the CD or tape at different songs to make sure the children have a chance to hear more than just the first selection.
Continue to listen to pieces by the same composer for several weeks until the children become familiar with that composer’s style. If possible, read or listen to a short biography about that composer sometime during your study of his or her work."
Quelle: SimplyCharlotteMason.com

Da wir generell viel und sehr umfangreich Musik hören, ist es ein bisschen schwierig für uns, einen einzigen Komponisten pro Monat oder Halbjahr auszuwählen.

Dennoch habe ich für uns gerade einen Komponisten herausgepickt, den wir mal ein bisschen näher betrachten:
Antonio Vivaldi (1678 - 1741).

Natürlich führt kein Weg um 'Die vier Jahreszeiten' herum - schließlich ist es das bekannteste Werk von ihm und sicher auch das populärste.

Wann habt ihr das letzte Mal die Vier Jahreszeiten gehört und versucht, euch vorzustellen, wie dort im Frühling die Vögel zwitschern, oder im Sommer ein Gewitter grollt und der Regen herabrauscht, wie im Herbst die bunten Blätter im Wind tanzen und im Winter alles still und kalt daliegt und von einer weißen Schneedecke eingehüllt ist?

Von den Vier Jahreszeiten gibt es übrigens ein schönes Hörspiel und eine tolle Jazz-Version von Jaques Loussier.

Malsehen, was uns noch schönes von Vivaldi in die Hände fällt?


("Die vier Jahreszeiten, Sommer, 3.Satz" veröffentlicht 1725.)

Freitag, 22. Oktober 2010

Zitat


"Einen jungen Menschen unterrichten, heisst nicht einen Eimer füllen, sondern ein Feuer entfachen."

~ Aristoteles ~

Samstag, 9. Oktober 2010

Charlotte Mason Education


Eigentlich mag ich uns ja nicht in eine bestimmte Schublade stecken, dennoch sehe ich uns im Großen und Ganzen als 'Unschooler' - meine Kinder dürfen ohne Beschulung (außer erwünscht) und ohne Struktur und Lehrplan lernen.
Sie lernen in der Regel wann, wo und wie sie wollen, auch wenn sie sich gerade in der Schule bzw. im Kindergarten befinden (beide Einrichtungen folgen Wild/Montessori, so dass dies auch wirklich möglich ist).
Trotzdem ist es so, dass ich mich hin und wieder auch von anderen Lernphilosophien inspirieren lasse und das ein oder andere aufnehme und umsetze, wie es für uns passt.

Daher möchte ich heute gern die britische Lehrerin Charlotte Mason vorstellen, die in Deutschland weitestgehend unbekannt, in England und in den USA aber einige Homeschool-Anhänger hat.
Charlotte lebte 1842 - 1923 und ich bin mir nicht sicher, ob sie als Reformpädagogin (wie z.B. Maria Montessori) bezeichnet werden könnte.
Auf jeden Fall lag ihr aber am Herzen, allen Kindern jeder Schicht eine gute Ausbildung zu gewähren.
Ihre Art von Unterricht unterschied sich gravierend vom normalen Schulunterricht, wie wir ihn kennen.
Zum Beispiel lehnte Charlotte Textbücher ab und ließ ihre Schüler Literatur lesen, die sich mit einem jeweiligen Thema beschäftigte.
Anstatt Abfragetests ließ sie Schüler mit eigenen Worten erzählen, was sie gelesen hatten, oder ließ sie es in einem Aufsatz zusammenfassen. Dabei kam es nicht so sehr auf eine perfekte Wiedergabe an, sondern vor allem auf die eigenen Gedanken, die sich das Kind zum Thema machte.
Lernen sollte in Charlotte's Augen so lebendig wie möglich sein, und das Kind dazu anregen selbständig Zusammenhänge zu erkennen, eigene Ideen zu entwickeln und mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.
Miss Mason legte Wert darauf, den Kindern wirklich gutes Material anzubieten, um sie herauszufordern und mit anspruchsvollen Themen in Berührung zu bringen.

Besondere Punkte ihrer Pädagogik:
Lebendige Bücher
Charlotte Mason ließ die Kinder Literatur lesen, in jedem Fach in dem dies möglich war. Lebendige Bücher fesseln und bereiten ein Thema spannend auf, so dass das Kind besser hineintauchen kann und nicht über trockenen Textbüchern sitzt und gegenüber dem Lernen negative und ablehnende Gefühle entwickelt.

Nacherzählen
Das Wiedergeben des Gelesenen in eigenen Worten empfand Charlotte als wichtig. Auf diese Weise behielten die Schüler das Gelesene besser, konnten beim Erzählen auch eigene Gedanken und Meinungen einbringen und Erzählen machte viel mehr Freude, als über einem Abfragetest zu sitzen, der am Ende auch noch benotet wurde.
Nacherzählungen konnte mündlich, schriftlich oder auch gezeichnet sein.

Positive Angewohnheiten
Miss Mason war davon überzeugt, dass positive Angewohnheiten dem Kind helfen würden, diszipliniert und selbständig zu lernen. Sauberkeit, Ehrlichkeit, Aufmerksamkeit, Pünktlichkeit sind einige von den positiven Angewohnheiten, die Charlotte ihren Schülern antrainierte.

Kurze Unterrichtspannen
Für jüngere Schüler dauerte eine 'Unterrichtstunde' jeweils 20 Minuten; die Einheiten wurden länger, je älter die Schüler wurden.
Miss Mason war davon überzeugt, dass es besser war, sich für kürzere Zeit voll zu konzentrieren, als z.B. 45 Minuten nur halb bei der Sache zu sein.

Perfektion
Charlotte Mason erschien es sinnvoller, wenn ein Kind z.B. drei oder vier Buchstaben perfekt schrieb, als Seiten damit vollzumalen, und schon bald Konzentration und Lust zu verlieren.

Kunst/Musik
Genau wie in der Literatur sollten Kinder auch im Hinblick auf Kunst und Musik mit anspruchsvollem Material in Berührung kommen. Zum Beispiel wurde pro Trimester ein Künstler und ein Komponist gewählt (der zum jeweiligen Geschichtsabschnitt gehörte, der gerade durchgenommen wurde), und 6 Werke dieser Menschen angehört bzw. studiert. Ältere Schüler befassten sich auch mit dem Leben des Künstlers/des Komponisten.

Naturkunde
Charlotte schickte ihre Schüler direkt hinaus in die Natur, um etwas zu lernen. Die Kinder legten ein Naturbüchlein an, in das sie zeichneten und malten, was sie draußen fanden: Blumen, Bäume, Pilze, Insekten, Fische, Säugetiere, etc. Diese Zeichnungen wurden beschriftet, eventuell wurde dazu noch eine Notiz geschrieben oder ein passendes Gedicht zugefügt. Für ältere Schüler wurde das Naturstudium natürlich komplexer als das bloße Zeichnen und Malen.

Lyrik/Dichtung
Gedichte gehörten fest zu Charlottes Unterricht und wurden gemeinsam gelesen, jedoch nicht kritisiert, analysiert und auseinander genommen. Gedichte sollten für sich selbst stehen und die Kinder sollten die Chance haben, eine eigene Beziehung dazu zu entwickeln.

Geschichte und Geography
Diese Fächer wurden auch hauptsächlich durch Literatur, Biographien und Autobiographien gelernt. Lebendige Bücher sollten dem Schüler die Gelegenheit geben sich ganz mit einer Zeit, einer Person oder einem Ort zu verbinden.

Dies sind einige Punkte, die ich aufführen möchte. Es gibt sehr gute Bücher über Charlotte Mason und ihre Lehrmethode, die sich zu lesen lohnen und die vollständig zusammenfassen, wie Charlotte gelehrt hat und warum.

Auch wenn ich strukturiertes Lernen ablehne, mag ich trotzdem einige Aspekte aus Charlottes Philosophie. Ich picke mir hier und dort die Dinge heraus, die zu uns passen und die wir zusammen mit dem Freien Lernen umsetzen können.
Zufälligerweise interssieren mich auch gerade die Dinge, die Charlotte am Herzen lagen, wie Kunst, Musik, Literatur, Geschichte und die Natur, so dass ich mich wahrscheinlich deshalb auch zu ihren Ideen hingezogen fühle. :-)

Was wir Charlotte-Mason-mäßig in unseren Alltag einbauen werde ich demnächst in Einzeltposts näher erzählen. Bis dahin könnt ihr hier über Miss Masons Leben und ihre Arbeit lesen. :-)

CM-Homeschooler im Netz:

Here in the Bonny Glen

Living Charlotte Mason in California

Secular Charlotte Mason

Homeschooling Downunder

Sonntag, 11. Oktober 2009

Learning-News

Lisa:
- sometimes reads to me stories whilst I am knitting.
- draws so many pictures, mainly horses, but My little Ponys, too
- helps a lot in the household: washing up, drying, hanging up washing, helping to bake bread/cake, etc. (She was negotiating about 'earning' some pocketmoney ;-)
- loves listening to Grimms' and Andersen Fairy Tales on end
- builds little worlds for her Schleich animals.
- Likes playing 'Kniffel' (a dice game) with me

Jamie:
- is typing away on the typewriter
- loves memorizing audioplays just for fun
- constructs robots that can change into cars, tanks or planes with LEGO
- loves pillowfights with me :-P
- enjoys painting with watercolours
- plays Memory often (and well)

Amelie:
- plays role-plays all day. Her imagination is huge. She talks with different voices - so funny!
- loves painting with watercolours
- likes to watch telly very much at the moment. She watches 'Was ist Was'-DVDs mainly
- practices hopping on one leg :-)
- likes comparing big and small (the big object is the mother and the small object is the child)

Me:
- trying out new sewing patterns, trying to make up my own.
- learning to knit Teddys and clothes
- learning guitar-songs with original tabs (found on the net)
- food-preserving
- getting into painting with watercolours alongside my kids

Donnerstag, 7. Mai 2009

...über unseren Schulzwang

Der staatliche Beschulungsauftrag bzw.-zwang in Deutschland entstand tatsächlich schon im 19. Jahrhundert, und gipfelte erst im dritten Reich.
Doch auch damals schon hatte die Schule System, denn möglichst alle Kinder sollten im Unterricht zu treuen und vor allem gefolgsamen Untertanen erzogen werden.

Weiteres Kennzeichen der Bildungspolitik im 19. Jahrhundert war ferner die zunehmende Verstaatlichung des Schulwesens. Dies war nicht nur ein organisatorisch-administrativer Vorgang. Vielmehr wurde das Bildungswesen „in seinem Bildungsziel, seinen Bildungseinrichtungen, seinem Lehrkörper und Lehrmethoden zum institutionellen und funktionellen Element der staatlichen Gesamtverfassung ... Und zwar in einem doppelten Sinn: Das Bildungswesen leistete in einem weit intensiveren Maß als bisher Dienst am Staat ... Zugleich aber entfaltete das Bildungswesen sich zur staats- und verfassungsbestimmenden Institution; der Staat ... wurde zum Erziehungsstaat“ (HUBER, I, S. 265f).

Quelle: Wikibooks

Samstag, 2. Mai 2009

Fragen fragen

Jamie ist zur Zeit sehr viel mit Fragen beschäftigt.

- Was passiert, wenn ich diese oder jenes ins Feuer halte? Brennt es? Verkohlt es? Schmilzt es?
- Was passiert, wenn ich dieses oder jenes Esse? Schmeckt das? Ist es giftig? Bekomme ich davon Bauchschmerzen?
- Was passiert, wenn ich in dieses oder jenes ein Loch bohre? Geht es kaputt? Ist das egal? Läuft etwas aus?

Und so geht es endlos weiter. Die Welt ist ihm ein einziges Rätsel, was es möglichst schnell zu lösen gilt.
Autos werden aufgeschraubt, um zu sehen, wie sie von innen aussehen.
Alle möglichen Lebensmittel werden zusammengemischt, um zu sehen, ob man 'das essen kann'. (Ab und zu wird auch noch Pudding gekocht. Aber zu Zeit ist die Saftmaschine der Renner.)
"Wenn ich diesen Walkman hier ins Wasser schmeiße, bekomme ich dann einen Stromschlag?" (Aha, Wasser und Strom = nicht gut!)
Ich sollte all seine Fragen mal wirklich aufschreiben.
Manche sind richtig verzwickt, und ich muss selber erstmal nachdenken oder nachschauen.
Und dabei lerne ich dann auch noch etwas dazu. :-)

Dienstag, 28. April 2009

Learning-News

Lisa is learning songs. She used to always love singing anyway, but now she starts really learning the songs she likes. Her voice has become stronger and she sings with more confidence than before. It's great to sit in the car and she starts singing to us, or we sing along to a CD.
Or we sing together at home whilst I am playing on the guitar.
It is so much fun!

Jamie is constructing with all sorts of things. Looks a bit like geometry.
He also discovered the juicer and is making us fresh carrot or apple juice.

Amelie is getting into role-play a lot now. And she is obsessed with stones.
When we put music on she often starts to dance in a ballet kind of style (tip-toed and all). It looks so cute!

And I am still working on that guitar. :-)
I got a lot of new songs now and I started to read about voice-training.
Music is so fulfilling!

A picture to share:

Unschooling in der Schule

Unser Eltern-Lehrer-Gespräch gestern verlief ganz nett.
Komischerweise brauchten wir von angesetzten 45 min. nur 10.
Aber es ist halt so:
Ich bin zufrieden mit der Schule.
Lisa ist zufrieden mit der Schule.
Und die Schule ist zufrieden mit Lisa.

...was bleibt da groß zu sagen?

Meine Meinung ist immernoch: Für Homeschooler bzw. Unschooler
ist diese Schule eine sehr gute Alternative!
Wer Interesse hat, der melde sich einfach bei mir.
(word.stream@gmx.de)

Samstag, 25. April 2009

Schulzwang = Freiheit


Über diesen Post kam ich zu diesem Artikel in der Zeit Online.
Ein 'neuer' Artikel über Homeschooling bzw. den Segen unseres deutschen Schulzwangs.
"Schulpflicht ermöglicht auch Freiheit"

Ich weiß nicht warum, aber oft beschleicht mich das Gefühl, die meisten Autoren solcher Artikel haben sich zwar (zwangsläufig) mit unserem Schulsystem auseinandergesetzt, nicht aber mit den Möglichkeiten des Homeschooling.
So bewegt sich auch dieser Artikel wie so viele zuvor an der Oberfläche, kaut das Thema durch, ohne sich weiter mit Homeschooling (von Unschooling ganz zu schweigen) zu befassen oder eben diese Art des Lernens weiter zu beleuchten.
Das ist traurig.
Und langsam werde ich müde, mir solche Artikel überhaupt zu Gemüte zu führen, denn sie erzählen immer dasselbe, wie eine alte Schallplatte.
Nur: wir leben inzwischen im Zeitalter der CDs und Mp3s und sollten nun auch endlich mal unsere verstaubten Schulgesetze durchlüften.
Ein Blick über die Grenzen hinaus - und wir müssen nichtmal bis zur USA wandern, Europa tut's auch - und schon könnte ein frischerer Wind in der Bildungslandschaft Deutschlands wehen.
Homeschooler anderer Länder machen es uns vor und Deutschland steckt lieber den Kopf in den Sand. Frei nach dem Motto: Was ich nicht sehe, gibt's nicht!
Panisch wird am Altbekannten festgehalten, denn eine Änderung und ein Schritt nach vorn könnte auch unsere eigene Welt ins wanken bringen.
Es war auch für mich nicht einfach festzustellen, dass ich meine Kindheit und Jugendzeit hätte weitaus effektiver zubringen können, als in der Schule.
Im Gegenteil: es tat verdammt weh!
Die alten Muster, das ganze System, alles was und wie ich es gelernt hatte in Frage zu stellen und mich davon zu befreien, war das Schwerste, was ich bisher durchlebt habe.
Und somit kann ich gut verstehen, wenn sich viele - vor allem Pädagogen - mit Händen und Füßen gegen eine Änderung oder Lockerung des Schulgesetzes wehren.
Schnell werden alle möglichen Bedrohung als Gegenargumente aufgezählt, wie z.B. religiöser Fanatismus, Parallelgesellschaften, Kindesmisshandlung und der Untergang deutscher Bildung, anstatt Homeschooling und die verschiedenen Arten des Lernens und Lebens einmal genau zu betrachten.
Angstmache ist immer ein einfacher Weg - und oftmals auch äußerst effektiv.
Und schon sind viele von vornherein überzeugt: Homeschooling geht garnicht!

Schulzwang wird außerdem als Schutz vor der eigenen Familie verwendet.
Viele der Kommentare zu besagtem Artikel sprechen da auch eine deutliche Sprache und machen mich stutzig und traurig.
Wo kämen wir hin, wenn wir den Eltern, den Familien die Freiheit geben würden, selbst zu entscheiden, wie und wo sie leben und lernen wollen?
Ich als Elternteil bin die eigentliche Bedrohung für mein Kind, so der Grundtenor des Artikels - aber dem Staat (wer ist das denn, der Staat?), der mein Kind nicht einmal kennt und auch niemals kennen wird, liegt natürlich nichts anderes als sein Wohl am Herzen.
Wird mein Kind gefragt, ob es in die Schule gehen möchte oder nicht?
DAS wäre echte Freiheit!
Aber dies ist in Deutschland nicht möglich.

Die Rechnung Schulzwang = Freiheit geht einfach nicht auf...

Mittwoch, 22. April 2009

Ich habe eine Idee!


Ich glaube, man könnte Homeschooling in Deutschland sehr schnell legalisieren, wenn man es salongfähig machen würde.
Wenn es auf einmal 'in' und 'cool' wäre Homeschooler zu sein...
würden sich Firmen darum reißen, z.B. T-Shirts, Poster, Aufkleber und andere Dinge mit einem Homeschooling-Slogan zu produzieren.
Die Medien würden sich darum reißen, Artikel darüber zu veröffentlichen.
Es würden auf einmal Anbieter von Lernmaterial extra für Homeschooler aus dem Boden schießen, und es gäbe vielleicht einen speziellen Homeschooler-Fernsehsender, der lehrreiche Sendungen ausstrahlt.
Überall würden sich Homeschooler zu Konferenzen, Festivals, Meetings, Arbeitsgruppen, Erlebnistagen und einfach zum Austausch treffen.

Die Politiker könnten sich nicht mehr gegen uns und unsere Einstellung wehren und müssten mitziehen. :-D
Die Frage bleibt: Wie machen wir Homeschooling 'in'?

Montag, 19. Januar 2009

Homeschooling-Bücher


Im Laufe der Jahre habe ich so einige Bücher über Homeschooling und Freies Lernen gelesen. Diese hier sind die, die mich am meisten beeinflusst haben:

Denn mein Leben ist Lernen- Olivier Keller
DAS Buch überhaupt über Homeschooling und Freies Lernen. Hier wird nicht nur über die Sache an sich geschrieben, sondern konkret von Familien - mehrere Jahre begleitet - die Homeschooling praktizieren, wie und warum. Mit Beispielen und Abbildungen.

The unschooling handbook- Mary Griffith
Ist auf Englisch erhältlich und ebenfalls voll von Real-Life-Experience. Mary Griffith geht darauf ein, wie die verschiedenen Unschooling-Familien mit bestimmten Fächern wie Mathe, Sprache, etc. umgehen.
Viele Kommentare von den Familien und 'Schülern'.

Erziehung zum Sein- Rebeca Wild
Nicht über Homeschooling, sondern selbstbestimmtes Lernen/nicht-direktives Lernen. Rebeca erzählt, wie an ihrer Pestalozzi-Schule gelernt wird. Ganz wunderbar!

Pocketful of Pinecones- Karen Andreola
Eine fiktive Geschichte über eine amerikanische Homeschooling-Familie in den 30er Jahren. Ich fand die Geschichte einfach sehr schön. :-) Hier geht's um die 'Charlotte-Mason-Philosophy' in der Praxis.

Kinder lernen selbständig (oder garnicht)John Holt
John Holts Sichtweise und Erfahrung mit dem selbstbestimmten Lernen. Auch praktische Beispiele für die Umsetzung. Scheint leider nicht mehr erhältlich zu sein (vielleicht gebraucht?)

Diese Liste ist bestimmt nicht vollständig. Wenn mir noch ein Buch einfällt, dann werde ich es anfügen.
Welche Bücher haben euch am meisten beeinflusst?