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Donnerstag, 22. Februar 2018
Tatendrang und Sonnenschein
Wir hatten einen anstrengenden Januar. Ich hatte das Gefühl, als würden sich die Stunden jeden Tag ziehen wie Kaugummi, bis ich endlich ins Bett konnte, um hoffentlich! zu schlafen. Doch die Nächte waren unruhig, voller Gequängel und Geschrei, und manchmal war ich so übermüdet, dass ich nicht wieder einschlafen konnte. Nachträglich frage ich mich nach solchen Phasen, wie ich das eigentlich überlebt habe. Wie bin ich da durch gegangen und am anderen Ende wieder heraus gekommen und fühle mich plötzlich, als sei nichts gewesen?
Im Februar war dann alles wieder in Ordnung. Nicht zuletzt, weil plötzlich die Sonne schien. Es war zwar kälter als zuvor, aber dafür um so schöner! Und ich spüre ganz deutlich, dass die Tage wieder länger werden. Das Licht macht mich fröhlich und Tatendrang keimt in mir auf, wie die ersten Schneeglöckchen, oder die Narzissen und Hyazinthen, die in Töpfen auf der Fensterbank stehen. Es ist erstaunlich, wie man durch Sonnenstrahlen an Lebensqualität gewinnt. Geht es euch auch so?
Und so habe ich jetzt auch endlich meine neue Kurzgeschichte in Arbeit, die ich eigentlich schon im Januar schreiben wollte. Im Dezember hatte ich auf Amazon eine Weihnachtsgeschichte veröffentlicht und wollte gern zügig etwas Neues hinterher schieben. Doch so schnell ging es dann nicht. Dafür macht es mir jetzt um so mehr Freude in die 1930er Jahre einzutauchen und Richard und Susan ein Geheimnis aufklären zu lassen. :-)
Außerdem haben meine Töchter und ich einen neuen Blog. Zu finden hier. Das Banner ist noch in Arbeit und bisher gibt es nur einen Begrüßungsbeitrag. Aber wir haben viele Ideen und ich freue mich schon darauf, die Seite mit Leben zu füllen.
(...ach ja... auf den Fotos sind super-leckere Milchbrötchen zu sehen. Die einzigen Bilder, die ich im Januar zustande gebracht habe, die ich aber nicht teilen konnte, weil ich zu rein gar nichts gekommen bin. )
Sonntag, 13. November 2016
Liebe Post
In stressingen Zeiten liebe Post zu bekommen, ist wie die Sahne auf der heißen Schokolade oder der Sonnenstrahl an einem eisigen Novembermorgen, oder... Auf jeden Fall tat es gut, zwischen Übermüdung, Erkältung, Krankenhausaufenthalt und zu vielen Terminen Michas Karte zu lesen und mich über die hübschen Baby-Schühchen zu freuen. (Zum Selber-Auspacken kam ich leider nicht, da Nellie das für mich schon erledigt hatte. :-)
Vielen lieben Dank, Micha von more than words!
Außerdem hatten wir am 1. November einen kleinen Meilenstein erreicht:
6 Monate ist unser kleiner Rabauke geworden!
Wie wir diese Zeit erlebt haben, worüber ich mir Gedanken gemacht habe und machen musste, die Veränderungen, die sich eingestellt haben, die Höhen und Tiefen mit einem Nachzögling und alles, was mir gerade durch den Kopf geht, beleuchte ich in meinem nächsten Beitrag.
Freitag, 26. August 2016
Dankbar am Freitag: Mein Büro
Gerade bin ich dankbar für mein
kleines kuscheliges Büro.
Hier drin zu sitzen und das
Familienleben einmal auszuschließen tut gut.
Ich mag so kleine Zimmerchen. Ein
Schreibtisch hat darin Platz, ein Regal für Ware und Ordner (das
aber noch nicht existiert und noch gekauft werden will!), und ein
kleiner Schrank.
Ich plane auch ein Wandregal
anzubringen, auf dem ich lustige Gegenstände wie Schneekugeln oder
Spieluhren, Englische Teetassen und romantische Kerzen, alte Teddys
oder Püppchen sammeln möchte. Einfach als kreatives Sammelsurium,
das mich beim Schreiben inspirieren könnte. So stelle ich es mir
zumindest vor.
Ich liebe das helle Grün der Wände
und das leuchtende Grün und Rot der Blätter auf dem Leinenvorhang
vor dem Fensterchen. Ich genieße es, dass nachmittags die Sonne
herein scheint oder auch mal der Regen gegen die Scheibe prasselt,
und dass im Winter – wenn wir Glück haben – die Schneeflocken davor
umherwirbeln.
Ich finde es auch schön, dass mein
Büro im 1. Stock gleich neben der Treppe liegt und somit ein
bisschen aus dem Weg ist. Unten findet der Alltag statt, hier oben
ist Ruhe.
Wenn ich arbeite liegt Silas oftmals
auf meinem Schoß und schläft ein. Klingt gemütlich, oder?
Ist es aber nicht, denn dann kann ich
nicht so viel erledigen und muss still sitzen mit schmerzendem Po und
steifen Beinen, die ich auf eine Seitenleiste des Schreibtisches
gelegt habe, damit Silas sich auf mir ausstrecken kann. Mein Sohn hat
nämlich einen leichten Schlaf (zumindest tagsüber) und wird sofort
wach wenn ich mich bewege... Nun ja. :-)
Wenn er nicht schläft, dann liegt er
neben mir auf dem Boden auf seinem Lammfell und quakt vor sich hin,
oder versucht seine Hände zu essen, oder – seit neuestem –
spielt mit seinem Holztrapez von Jako-o. Das gefällt ihm wirklich
gut. Mir auch. Und es passt mit seinen
leuchtenden Farben perfekt in mein kleines Büro.
Samstag, 23. Juli 2016
Licht und Dunkel
Was geht bloß in Menschen vor, die so verzweifelt sind oder voller Hass,
dass sie zur Waffe greifen und wahllos um sich schießen...?
Ich trau mich grade kaum noch die Nachrichten zu lesen und frage mich, ob man besser fährt, wenn man sich nicht ganz so gründlich informiert.
Als meine Kinder kleiner waren habe ich ganz bewusst auf Medien jeder Art verzichtet, um all diese negativen Ereignisse, die ich leider nicht ändern kann, von mir/uns fern zu halten. Zu der Zeit habe ich viel mehr Augen für die Schönheit dieser Welt gehabt und gemerkt, dass es so viel Gutes gibt.
Seit dem ich wieder die News lese und höre hat sich eine unterschwellige Angst und Sorge eingeschlichen, die mir schon so manch schönen Tag getrübt hat und die mir überhaupt nicht gefällt. Denn so haben Geschehnisse auf mein persönliches Leben Einfluss, die eigentlich nicht unmittelbar mit mir und uns zu tun haben.
Natürlich will ich keine Scheuklappen tragen und ignorieren was in der Welt passiert. Aber auf der anderen Seite will ich nicht ängstlich werden, und das Licht in meinem Leben von diesen Schatten verdunkeln lassen.
Wie finde ich einen Mittelweg?
Gestern sind wir einfach raus und an den Fluss gefahren. Gewitter hat sich von allen Seiten zusammengebraut, deshalb konnten wir nicht so lange laufen, wie wir geplant hatten. Aber es war schön. Ich liebe die Natur. Sie bringt mich immer wieder zurück zum Wesentlichen.
Ich trau mich grade kaum noch die Nachrichten zu lesen und frage mich, ob man besser fährt, wenn man sich nicht ganz so gründlich informiert.
Als meine Kinder kleiner waren habe ich ganz bewusst auf Medien jeder Art verzichtet, um all diese negativen Ereignisse, die ich leider nicht ändern kann, von mir/uns fern zu halten. Zu der Zeit habe ich viel mehr Augen für die Schönheit dieser Welt gehabt und gemerkt, dass es so viel Gutes gibt.
Seit dem ich wieder die News lese und höre hat sich eine unterschwellige Angst und Sorge eingeschlichen, die mir schon so manch schönen Tag getrübt hat und die mir überhaupt nicht gefällt. Denn so haben Geschehnisse auf mein persönliches Leben Einfluss, die eigentlich nicht unmittelbar mit mir und uns zu tun haben.
Natürlich will ich keine Scheuklappen tragen und ignorieren was in der Welt passiert. Aber auf der anderen Seite will ich nicht ängstlich werden, und das Licht in meinem Leben von diesen Schatten verdunkeln lassen.
Wie finde ich einen Mittelweg?
Gestern sind wir einfach raus und an den Fluss gefahren. Gewitter hat sich von allen Seiten zusammengebraut, deshalb konnten wir nicht so lange laufen, wie wir geplant hatten. Aber es war schön. Ich liebe die Natur. Sie bringt mich immer wieder zurück zum Wesentlichen.
Mittwoch, 29. Juni 2016
Ferien-Log #1
== erledigt == irgendwie scheint mir die Zeit gerade davon zu laufen; ihr kennt das ja bestimmt: man denkt es ist 12 Uhr mittags und es ist plötzlich schon 3 Uhr nachmittags... das macht wohl der Ferienmodus. Ich habe heute überhaupt nichts geschafft. Außer, dass ich an unserem "Buch" über unsere Radreise auf dem R1 von Deutschland nach England 2014 weiter geschrieben habe. Ich dachte, es ist jetzt Zeit dafür, und es macht auch Spaß, gedanklich nochmal die ganze Strecke zu befahren. :-)
== bewegt == ich habe ja gerade wieder mit Yoga und mit der Rückbildungsgymnastik angefangen; nur heute bin ich leider nicht dazu gekommen. Meine Bewegung beschränkte sich also auf im Haus herumlaufen und zum Einkaufen fahren.
== Essen == ich habe Forellen gekauft. Ich kann mich nicht daran erinnern diesen Fisch schonmal gegessen zu haben. War schon sehr lecker, aber ich glaube, Seefisch mag ich lieber. Dazu gab es Nudelsalat, gedünsteten Sommerkohl und frische Gurke + selbstgemachtem Hummus.
== Kinder == Ayla hatte einen Anfall von "Ordentlichkeit" und war mit Wäsche, Aufräumen und dergleichen beschäftigt. Ich find's ja immer toll, wenn solche Dinge ganz unaufgefordert passieren! Jona war mit seinem neuen Tablet beschäftigt, auf das er sich unheimlich gefreut hatte. Leider entspricht die Qualität nicht seinen Vorstellungen, und daher müssen wir es wieder zurück schicken. Nellie hat gerade Playmobil wieder entdeckt und auf dem Tisch einen Wildtierpark aufgebaut, der einem Prinzessinen-Zwillingspaar gehört. :-)
== gelesen == leider wieder keine Zeit gefunden; dafür habe ich das Internet nach neuen Kreativideen durchforstet und ein paar schöne Anleitungen gefunden.
== und sonst == ich habe gesehen, dass es bei Lanade.de wieder eine Menge Prozente auf Wolle (verschiedene Baumwollgarne) gibt. Falls ihr da mal vorbei schauen wollt. Ich werde morgen eine größere Bestellung aufgeben.
Silas hat heute zum ersten Mal richtig herzlich gelacht und gegluckst. Er ist ein so entspanntes Kind, meist glücklich mit seiner Mullwindel zum Spielen und Knuddeln, sehr kuschelig und viel am "Quatschen". ♥
== Bild des Tages ==
Was muss man nicht alles mitmachen, wenn man große Geschwister hat... 😍
Sonntag, 5. Juni 2016
Und noch ein kleiner 'Songbird'
Da ist er - unser kleiner großer Silas.
Wir dachten erst, er käme zu spät. Doch dann war es doch nur ein Berechnungsfehler und alles war gut.
Vor allem gut, weil er kerngesund und kräftig zur Welt kam. Und auch, weil wir so eine tolle Hebamme hatten, die uns hier zu Hause bei der anstrengenden Geburt unterstützt hat. Gut auch, weil er unser Leben so sehr bereichert und schöner macht.
Er ist ein interessanter kleiner Bursche, zeigt schon von Anfang an, wie einzigartig jeder Mensch ist und dass ein jeder seinen besonderen Charakter hat. Man kann nur immer wieder staunen. Was für ein kleines Wunder!
Unser Alltag hat sich verändert und ist doch irgendwie derselbe geblieben. Klar bin ich müder und muss mich gerade mehr aufteilen, was zunächst mal anstrengend ist. Aber es ist doch einfacher, als ich dachte und auch viel schöner! Jetzt gerade kann ich es mir gar nicht mehr anders vorstellen. Und so muss es sein, oder? (Meine große Tochter meint ja, das kommt alles nur von den Hormonen. Jaja, sie weiß schon Bescheid. :-D )
Ich hoffe, jetzt auch wieder ins Bloggen zurück zu finden. Ich hatte so viele Ideen und Gedanken und Fotos, die ich hier teilen wollte. Aber dann habe ich es immer wieder verschoben. - Na, läuft ja nichts weg.
Auf alle Fälle wird es ab heute hier wieder lebendiger werden und ich freue mich schon drauf!
Montag, 25. April 2016
Warten aufs Baby
Es ist ein bisschen wie das "Warten aufs Christkind".
Geht es jetzt los? Oder dauert es noch ein bisschen?
Leider gibt es da keinen ganz konkreten Zeitpunkt. Es kann jederzeit passieren... irgendwie. Oder auch nicht. Und auch wenn es natürlich eine Überraschung ist, was für ein Menschlein da zu uns stößt, ist das Ereignis nicht in Schleifen und buntes Papier gepackt, aus das man das Geschenk ganz leicht auswickeln kann.
Das Warten ist zum einen Teil schön. Ich mag es, mich ganz auf diesen besonderen Tag (oder Nacht?) einzustellen und mich vorzubereiten. Auf der anderen Seite stagniert der Alltag ein bisschen. Ich mag nichts Neues anfangen, kann nicht mehr viel unternehmen und "hänge" ein bisschen in der Luft. Dafür habe ich aber Lust, begonnene Dinge fertig zu stellen. Und das hat ja auch etwas für sich.
...und so lange kann es ja jetzt nicht mehr dauern... nicht wahr? Derweil vertreibe ich mir meine Zeit mit kleinen Kreativ-Projekten. :-)
Geht es jetzt los? Oder dauert es noch ein bisschen?
Leider gibt es da keinen ganz konkreten Zeitpunkt. Es kann jederzeit passieren... irgendwie. Oder auch nicht. Und auch wenn es natürlich eine Überraschung ist, was für ein Menschlein da zu uns stößt, ist das Ereignis nicht in Schleifen und buntes Papier gepackt, aus das man das Geschenk ganz leicht auswickeln kann.
Das Warten ist zum einen Teil schön. Ich mag es, mich ganz auf diesen besonderen Tag (oder Nacht?) einzustellen und mich vorzubereiten. Auf der anderen Seite stagniert der Alltag ein bisschen. Ich mag nichts Neues anfangen, kann nicht mehr viel unternehmen und "hänge" ein bisschen in der Luft. Dafür habe ich aber Lust, begonnene Dinge fertig zu stellen. Und das hat ja auch etwas für sich.
...und so lange kann es ja jetzt nicht mehr dauern... nicht wahr? Derweil vertreibe ich mir meine Zeit mit kleinen Kreativ-Projekten. :-)
... eine kleine Windelüberhose, ein etwas missglücktes Shirt und ein Baby-Cocoon...
... noch zwei kleine Windelüberhosen in der Mache. Ich hoffe, ich werde damit noch fertig!
... noch ein Shirt. Vorbereitet. Ich hoffe, dieses Mal gelingt es mir besser...
... die Kinder schauen ihre Lieblingsserie in der Stube, die weiterhin auf ihren Anstrich warten muss...
Sonntag, 5. Juli 2015
Zeichnen in der Natur
Wenn die Gradzahlen gen 40 ° steigen, kann man einfach nichts anderes machen, als stricken, in schönen Büchern blättern und (selbstgemachten) Eistee trinken. Mir geht es zumindest so.
Und da ich mich gerade wieder für das Zeichnen interessiere (ich bin seit ein paar Wochen in einem Zeichenkurs und freue mich sehr darüber!), such ich nach neuen Ideen und Möglichkeiten.
Nature Journaling. Übersetzt bedeutet das einfach, ein Naturtagebuch führen.
Wie man das macht und was man genau dabei festhält, kann ganz unterschiedlich aussehen. Manche notieren sich das tägliche Wetter. Andere beschreiben ihre Entdeckungen auf Spaziergängen in Wald, Feld und Park oder ihre Beobachtungen im eigenen Garten. Es können die Veränderungen der Umgebung während der wechselnden Jahreszeiten beschrieben, oder einfach Sprüche und Gedichte verfasst oder gesammelt werden.
Dazu muss man natürlich nicht unbedingt etwas zeichnen, man könnte auch Fotos einkleben, oder echte Pflanzen pressen oder ganz schlicht nur schriftliche Notizen festhalten - oder anderes herum auch nur Zeichnungen verwenden.
Ich habe mich für eine Mischung aus Schreiben und Skizzieren entschieden, da mir beides sehr viel Spaß macht. Und so bekomme ich natürlich auch Übung. Und ich habe festgestellt, dass das Hantieren mit Bleistiften und Farben etwas sehr meditativ Beruhigendes an sich hat. Es entspannt mich.
Also habe ich jetzt wohl ein neues kleines Hobby. Und obiges Buch, dass ich mir bei Amazon bestellt habe, ist ein wirklicher Schatz!
Da sind so wunderschöne Bilder und Skizzen, so viele Anregungen und Inspirationen, so viel Gutes einfach drin. Es macht ganz viel Lust, sofort anzufangen. Was ich dann auch tat. Selbst das aufkommende Gewitter konnte mich nicht in meinem Eifer bremsen, so dass ich immerhin noch vor dem großen Regenguss die Stockrosen in unserem Vorgärtchen festhalten konnte. :-)
Und da ich mich gerade wieder für das Zeichnen interessiere (ich bin seit ein paar Wochen in einem Zeichenkurs und freue mich sehr darüber!), such ich nach neuen Ideen und Möglichkeiten.
Nature Journaling. Übersetzt bedeutet das einfach, ein Naturtagebuch führen.
Wie man das macht und was man genau dabei festhält, kann ganz unterschiedlich aussehen. Manche notieren sich das tägliche Wetter. Andere beschreiben ihre Entdeckungen auf Spaziergängen in Wald, Feld und Park oder ihre Beobachtungen im eigenen Garten. Es können die Veränderungen der Umgebung während der wechselnden Jahreszeiten beschrieben, oder einfach Sprüche und Gedichte verfasst oder gesammelt werden.
Dazu muss man natürlich nicht unbedingt etwas zeichnen, man könnte auch Fotos einkleben, oder echte Pflanzen pressen oder ganz schlicht nur schriftliche Notizen festhalten - oder anderes herum auch nur Zeichnungen verwenden.
Ich habe mich für eine Mischung aus Schreiben und Skizzieren entschieden, da mir beides sehr viel Spaß macht. Und so bekomme ich natürlich auch Übung. Und ich habe festgestellt, dass das Hantieren mit Bleistiften und Farben etwas sehr meditativ Beruhigendes an sich hat. Es entspannt mich.
Also habe ich jetzt wohl ein neues kleines Hobby. Und obiges Buch, dass ich mir bei Amazon bestellt habe, ist ein wirklicher Schatz!
Da sind so wunderschöne Bilder und Skizzen, so viele Anregungen und Inspirationen, so viel Gutes einfach drin. Es macht ganz viel Lust, sofort anzufangen. Was ich dann auch tat. Selbst das aufkommende Gewitter konnte mich nicht in meinem Eifer bremsen, so dass ich immerhin noch vor dem großen Regenguss die Stockrosen in unserem Vorgärtchen festhalten konnte. :-)
Hier (Bild klicken) könnt ihr das Buch auf Amazon finden. Ich wünsche euch viel Freude beim darin blättern, lesen und ausprobieren!
Samstag, 7. Februar 2015
Da bin ich wieder!
Mit brennenden Lippen, unter eisblauem Himmel,
durch den glitzernden Morgen hin,
in meinem Garten, hauch ich, kalte Sonne, dir ein Lied.
durch den glitzernden Morgen hin,
in meinem Garten, hauch ich, kalte Sonne, dir ein Lied.
(R.F.L. Dehmel)
Ich hatte das Gefühl, als wäre für einen Moment die Zeit stehen geblieben, als sei ich auf meinem Weg an eine Gabelung gekommen und musste mich entscheiden, in welche Richtung es nun weiter geht. Manchmal ist es so. Manchmal wissen wir, dass sich etwas ändern wird, oder wir etwas verändern müssen oder auch wollen, doch noch ist nicht klar, wo das Ziel liegt.
Warten. Geduld haben. Vertrauen.
Irgendwann lichtet sich der sprichwörtliche Nebel und auf einmal ist alles ganz klar.
Und weiter geht es!
Gerade um die Weihnachts- und Neujahrszeit denke ich immer gern darüber nach, was ich im neuen Jahr erreichen möchte oder was ich mir wünsche, verändern möchte oder welchen Kurs ich beibehalten werde.
Dieses Jahr war das alles nicht so ganz deutlich. Es gibt so zwei - drei Ziele, die ich verfolge, aber ich hatte das Gefühl, dass ich jetzt gerade andere Prioritäten setzen muss. Die Entscheidung fällt mir nicht immer leicht, und diesmal wollte ich lieber ein bisschen abwarten, bevor ich mich festlege.
Der Januar war ruhig und entspannt, ein bisschen müde und auch ein bisschen kränklich, aber auch sehr kreativ. Ich liebe es, wenn draußen die Kälte klirrt und wir im hinteren Wohnzimmer sitzen, wo im Ofen das Feuer brennt. Wir schauen alte Filme, hören Hörspiele, der eine spielt, der andere baut oder denkt nach, ich häkele oder stricke, manchmal schreib ich auch. Die Große schaut nur manchmal vorbei, aber immer daran interessiert, was wir wohl grad so treiben.
Während dieser kuscheligen Momente habe ich versucht die Grundpfeiler unseres Familienlebens neu zu überdenken:
- Familienzeit und Miteinander
- Beruf/Berufung
- Kreativität
- Finanzen
- Spiritualität
- individuelle Interessen
- Gesundheit
Da wir vier sehr unterschiedliche Menschen sind, haben wir oft gegensätzliche Vorstellungen und Bedürfnisse. Es ist nicht immer einfach, allen (auch mir!) gerecht zu werden. Aber wir versuchen es! :-)
Ich freue mich, jetzt tatsächlich weiter gehen und das neue Jahr in Angriff nehmen zu können. Endlich!
Und so werde ich auch hier wieder regelmäßig zu lesen sein.
In diesem Sinne möchte ich euch zuerst einmal noch ein frohes neues Jahr 2015 wünschen
- nachträglich aber trotzdem von Herzen!
Mittwoch, 10. September 2014
The silent woods
Heute, nach einem Vormittag nähen und schreiben, haben Jona, Nellie und ich uns auf eine kleine Wanderung gemacht. Wir kennen die Gegend hier noch nicht sehr gut, und hatten noch nicht die Zeit zum Erkunden. Unterwegs hatte ich den Gedanken, dass die Hügel mit jedem unserer Umzüge ein Stück höher werden, der Wald weitläufiger und die Umgebung ruhiger. Ganz unbeabsichtigt, aber es ist tatsächlich so (eigentlich komme ich ja aus dem Flachland! ).
Der Weg führte uns auf einem gewunden Pfad bergauf in den schweigenden Wald hinein. Die Kinder fühlten sich ein bisschen ängstlich, denn es war wirklich ungewohnt still - nur ein paar Vogelstimmen, wie die vom Eichelhäher. Und dessen Gekrächze trägt auch nicht gerade zu einer fröhlichen Atmosphäre bei.
Nach Schildern oder Wegweisern haben wir auch umsonst gesucht. Und beinahe wären wir in eine völlig falsche Richtung gelaufen.
Aber es war schön in dem schweigenden Wald. Ich werde ihn wieder besuchen. Ganz bestimmt!
Today, after a morning of sewing and writing, Jona, Nellie and I went on a little hike. We don't really know the area we are living in now, yet, as we didn't have the time to go discovering. The thought came to my mind, when looking down into the dale with our village, that with every house move the hills seem to be getting a bit higher, the forest wider and the surroundings quieter. Unintentionally, but still (I originally come from the flat country.).
Our walk today lead us on a winding path up into the silent woods. The children felt it was a bit creepy because it was unusually quiet - just a few birds sang, like the jaybird. But its croaking doesn't really contribute to a cheerful atmosphere, either. Any sign posts were amiss and we almost got lost in the wrong direction. But it was nice in the silent woods. A great place to find inspiration for writing or clearing my thoughts, I'm sure.
Der Weg führte uns auf einem gewunden Pfad bergauf in den schweigenden Wald hinein. Die Kinder fühlten sich ein bisschen ängstlich, denn es war wirklich ungewohnt still - nur ein paar Vogelstimmen, wie die vom Eichelhäher. Und dessen Gekrächze trägt auch nicht gerade zu einer fröhlichen Atmosphäre bei.
Nach Schildern oder Wegweisern haben wir auch umsonst gesucht. Und beinahe wären wir in eine völlig falsche Richtung gelaufen.
Aber es war schön in dem schweigenden Wald. Ich werde ihn wieder besuchen. Ganz bestimmt!
Today, after a morning of sewing and writing, Jona, Nellie and I went on a little hike. We don't really know the area we are living in now, yet, as we didn't have the time to go discovering. The thought came to my mind, when looking down into the dale with our village, that with every house move the hills seem to be getting a bit higher, the forest wider and the surroundings quieter. Unintentionally, but still (I originally come from the flat country.).
Our walk today lead us on a winding path up into the silent woods. The children felt it was a bit creepy because it was unusually quiet - just a few birds sang, like the jaybird. But its croaking doesn't really contribute to a cheerful atmosphere, either. Any sign posts were amiss and we almost got lost in the wrong direction. But it was nice in the silent woods. A great place to find inspiration for writing or clearing my thoughts, I'm sure.
Dienstag, 26. August 2014
Botanicals
(joining Keep Calm Craft On today!
Auf dem oberen Foto seht ihr mein Tagebuch, das mich sechs Wochen auf unserer Fahrradreise begleitet hat. Es trägt all die Erlebnisse, Gedanken und Gefühle in sich, die unterwegs wichtig für mich waren, und bewahrt sie auf wie eine kleine Schatztruhe. Ich hatte vor unserer Fahrt meine ecojot Waren durchgesehen, um mir für diesen Zweck ein Notizbuch auszusuchen, und schließlich das "Botanical" gewählt, weil es mir ideal für unterwegs erschien. Es ist etwas leichter, da ohne Pappdeckel, und weil es kein Ringbuch ist, ließ es sich mühelos zwischen das Gepäck schieben (manchmal muss es ja auch schnell gehen - z.B. bei einem plötzlichen Regenguss). Es passt super in jede Tasche! Das Blumen & Pflanzen Design in den freundlichen Farben war wie ein Spiegel der Natur durch die wir radelten und, ja, in der wir lebten. Es ist etwas Unvergleichliches, sich den ganzen Tag draußen zu bewegen, draußen zu essen, und oftmals auch draußen zu übernachten. Das Wetter und die Elemente ganz nah zu erleben - das ist nicht immer so romantisch (oft allerdings schon), dafür aber unglaublich lebendig! Die Sonne auf der Haut prickeln zu spüren, manchmal gegen den Wind ankämpfen, bei leichtem Niesel trotzdem fahren und sich über die Erfrischung freuen. Bei Gewitter im Zelt liegen und den Abstand zwischen Blitz und Donner auszählen und sich bei einem Überraschungsschauer unter einem Baum einen Schutz aus Ästen und Isomatten bauen (ich glaub, das war das Highlight für die Kinder). Am Strand blies uns der Wind den Sand über die Haut, und das Meerwasser war in der Luft zu schmecken.
Dieser Kontakt mit allem was die Natur um uns herum ausmacht, hat uns so gut getan und unglaublich bereichert. Und immer, wenn ich auf mein Tagebuch schaue, denke ich daran.
Gerade bin ich am Überlegen, ob ich den Inhalt - die Reiseerinnerungen - eventuell in eine Art Buch umschreibe, als Reisebericht einer Familie, die durch 5 Länder radelte. Hm...
(Das Botanicals-Notizbuch kann man übrigens hier erstehen, und hier könnt ihr mehr über ecojot erfahren.)
On the photo above you can see my journal which accompanied me during six weeks on our cycle tour. It is filled with all the experiences, thoughts and feelings of mine and in there they are safe like in a small treasure chest. I had gone through my ecojot goods before our trip to choose a notebook for this purpose and finally decided on the "Botanical" because it appeared to be ideal for traveling. It is lighter because it doesn't have a cardboard cover, and because it is not a ring binder it can be easily slipped between other things in the panniers (sometimes that's handy - e.g. when there's a sudden downpour). It fits into any bag - perfectly! The notebook's Wildflowers & Plants design in cheerful colors was like a mirror of nature we cycled through and, yes, in which we lived. It is a truely incomparable adventure to be outdoors all day, to eat outside, and often also sleep outside. To experience the weather and the elements so intensly is not all the time romantic (but often it is!), but so incredibly alive! To feel the sun tingling on your skin, to struggle against the wind at times, to cycle in drizzly rain and enjoy the refreshment. To be lying in the tent during thunder storms and count the seconds between lightning and thunder and to build a shelter of brunches under a tree in sudden heavy rain (this was a true highlight for the kids). At the beach the wind blew the sand on our skin, and the air tasted salty of the sea. And this closeness with everything that is part of nature has done us a lot of good and was incredibly enriching. Now, whenever I look at my notebook I think of this.
And sometimes I'm wondering whether I should turn the content of this journal into a real book about a family that cycled through five countries. Hm ...
(The Botanicals notebook can be purchased here, and here you can learn more about ecojot.)
Aber das ist nicht alles, worüber ich so nachdenke. Mich juckt es gerade ganz arg in den Fingern, meine Handarbeiten wieder aufzunehmen. Nähen, Häkeln, Stricken - ich glaube, es liegt daran, dass wir jetzt doch langsam auf den Herbst zu gehen. Wenn ich das Wetter so anschaue, dann vielleicht sogar mit großen Schritten. Wer weiß?
Gestern habe ich angefangen, ein Handtuch zu häkeln. Als ich die Strickschrift erstmal entziffert und verstanden hatte (ich finde sowas ist irgendwie fast, als würde man eine Fremdsprache lernen ;-), ging es eigentlich ganz leicht. Ich verwende dafür ganz einfaches Baumwoll-Schulgarn. Das Muster gibt es bei DROPS Design hier und die passende Wolle kann man hier bei Lanade bestellen.
But that's not all I am thinking about these days. My fingers a quite eager to do some crafting again. Sewing, crocheting, knitting - I think it is because we are slowly heading towards autumn. And looking at the weather rather sooner than later. Who knows?
Yesterday I started to crochet a towel. When I had deciphered and understood the crochet language (I think something is almost like learning a real language;-), it was actually quite easy. I've taken simple cotton yarn. The pattern can be found on DROPS Design here and matching wool be optained
here.
Well, and Kittie makes herself comfortable in this gray weather. You, too?
Dienstag, 19. August 2014
Cycle Tour - Recap
Noch ein paar Eindrücke unserer Radtour durch 5 Länder. Im Nachhinein kommt uns alles gerade sehr unwirklich vor, so wie ein Traum oder ein Film, den wir uns angesehen haben. Haben wir das tatsächlich alles erlebt und gesehen? All die vielen Menschen kennengelernt und Orte durchfahren? Plötzlich sind die sechs Wochen, die wir unterwegs waren, sehr weit weg...
Der Alltag hat uns zwar noch nicht so ganz wieder und es dauert ein bisschen, wieder anzukommen. Aber es ist auch gut. Gut wieder hier zu sein. Ich habe einige Ideen, die ich in Angriff nehmen will. Und vor allem das Schreiben hat mir unterwegs sehr gefehlt. Ein bisschen habe ich handschriftlich zu Papier gebracht, und natürlich habe ich ein Tagebuch geführt, aber hier an meinem Laptop zu arbeiten, ist doch befriedigender und produktiver. Ich habe es wirklich vermisst!
Überhaupt hatten wir während der Tour viel Gelegenheit herauszufinden, was uns wirklich wichtig ist. Ich auf jeden Fall. Wir haben auch viel über unsere Bedürfnisse und unsere Grenzen gelernt. Und es gibt ein paar Dinge, die wir als Familie ändern werden.
Jetzt freue ich mich darauf, unser neues Zuhause zu gestalten. Es ist gemütlich hier und schön, allerdings gibt es auch viel zu tun. Oh ja, da ist viel Arbeit. Aber auch das ist eine gute Sache!
More images from our cycle tour through 5 countries. Somehow, it all seems very unreal to us right now, like a dream or a film we have watched. Did we really experience and see all those things? Did we meet all those interesting people and passed the different kind of places we can see on the pictures we took? All of a sudden, those six weeks we were travelling are far, far away...
We still haven't quite returned to everyday life, yet, and it takes a bit of time to settle in again, but it is good - good to be back. I have so many ideas and projects I want to work on. And especially I am happy to be writing again. I did put a couple of stories on paper by longhand and of course I kept a travel journal. But working properly on my laptop is far mor satisfying and productive - I missed it a lot!
During our travels we had great opportunity to find out what is truely important or dear to us. We learned so much about our needs and bounderies, and made some decisions as to what we would like to change in our family.
Right now I am looking forward to organize our new home. It is cozy and nice here, but there is a lot of work waiting for us. Oh yes, a lot of work, indeed. But that's a good thing, too!
Donnerstag, 24. Juli 2014
Eine Familien-Reise
Inzwischen sind wir ueber drei Wochen unterwegs. Mit dem Rad. Zu viert. Fast jeden Tag an einem anderen Ort. Und so gut wie rund um die Uhr zusammen. Meistens sind wir Gaeste bei jemandem ueber Couchsurfing oder auch ganz spontan. Das ist eine tolle Erfahrung und gibt uns die Chance offener zu werden und unbefangener auf andere zu zu gehen. Wir haben schon so tolle Menschen kennengelernt - dafuer sind wir sehr dankbar!
Aber auf der anderen Seite ist es auch eine emotionale Herausforderung immer wieder aufs Neue fuer kurze Zeit mit Gastgebern Freundschaft zu schliessen, sich einzupassen und versuchen, sich zu Hause zu fuehlen. Die Kinder haben keinen Rueckzugsort und wir sind so eng zusammen wie noch nie. Dazu kommen dann die taeglichen Eindruecke und Erlebnisse, und das Strampeln auf den Raedern, das uns koerperlich anstrengt.
Das macht uns ab und zu duennhaeutig und empfindlich, laesst auch mal Traenen laufen, auch bei mir.
Wir lernen unsere Grenzen kennen, unsere Schwachstellen, unsere Baustellen - lernen uns zu verstehen und neu kennen, lernen uns zu verzeihen und zu ermutigen.
Wir sind eine Familie ... und das gerade sehr intensiv.
Montag, 23. Juni 2014
Couchsurfing
Am Wochenende hatten wir unsere erste Couchsurfing-Erfahrung. Für unsere Reise werden wird dieses Netzwerk auch nutzen, und da fand ich es eingentlich sehr schön, dass noch eine spontane Anfrage für eine Übernachtung bei uns eintrudelte.
Zunächst habe ich gezögert - hier ist ja ein bisschen Chaos und meine Gedanken sind so konfus mit Umziehen und Vorbereiten beschäftigt. Dann habe ich aber doch ja gesagt.
Unser Gast kam mit dem Rad aus Berlin. Er ist ungefähr vor einer Woche losgefahren und ist auf dem Weg nach Portugal. Wow - das ist schon eine sehr lange Strecke. Mutig und abenteuerlich!
Er ist zwei Nächte geblieben und heute morgen weitergefahren.
Alles in allem war es eine sehr schöne Erfahrung, zum einen, weil unser Gast so unwahrscheinlich freundlich und entspannt war, offen zu den Kindern und den Katzen, und einfach angenehm, und zum anderen, weil es mir hilft, mich selbst dieser Art zu Reisen zu öffnen. Ich habe unsere Tour zwar schon eine Weile in Planung, aber bei mir ist so etwas immer mit einer Art schlechtem Gewissen behaftet. Wir werden bei all diesen Menschen, die uns eingeladen haben, ja umsonst nächtigen und ein bisschen umsorgt werden. Das ist für uns ein großes Geschenk, und dies anzunehmen für mich garnicht so leicht.
Und so war es einfach wunderbar vorab jemandem schonmal etwas von uns geben zu können: Raum, einen Schlafplatz, Wasser und Essen, auch die Waschmaschine und Internet. Und ja, natürlich gebe ich das gern - sehr gern sogar. Es macht Freude, auf diese Weise gastfreundlich sein zu können und anderen ihren ganz eigenen Weg zu ermöglichen. Ich finde das einzigartig schön.
Und jetzt wird es mir leichter fallen, auch auf unserem Weg offen sein zu können für all die Geschenke, die da auf uns warten. Kontakte, kurze Freundschaften, gemeinsames Essen und Plaudern, vielleicht ein bisschen Musik, Geschichten und Gedanken und vieles mehr, was unsere Reise umso reicher und bunter machen wird.
Montag, 16. Juni 2014
Umzugsgedanken
Das Papp-Puppenhaus steht ganz allein im Zimmerregal, und Kisten, gefüllt mit unseren nötigen und unnötigen Bestitztümern, warten in jedem Raum darauf, abgeholt und verstaut zu werden. Vieles lassen wir los, lassen es ziehen zu neuen Besitzern, manches muss auch entsorgt werden. Ich schaue mich in unserem alten Zuhause um und erinnere mich an so vieles der letzten sechs Jahre. Sechs Jahre - wie ist die Zeit vergangen! Ein bisschen Wehmut beschleicht mich, auch wenn der Abschied ein guter ist. Wie damals, als ich nach dem Abitur nach England gezogen bin. Es war ein Einschnitt, aber ein guter, ein notwendiger, einer, der sehr viel veränderte. Die Zeit hier hat mich auch sehr verändert. Und was wird erst in den nächsten Wochen passieren? Ich möchte unsere Reise auch als Reise zu mir selbst betrachten. Da sind Ängste, denen ich mich stellen muss, Dinge denen ich mich zwangsläufig öffnen werde. Oft werde ich sicher auch meine Komfortzone verlassen und an meine Grenzen stoßen, aber bestimmt auch über mich hinauswachsen, die Freiheit umarmen und mich vom Leben überraschen lassen. Eine unbestimmte, unvorhersehbare Zeit, die sich nur bedingt planen lässt. Auch das hat seinen Reiz. Nein, nicht nur das - es ist auch mein größter Wunsch!
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