Songbirds ... a family blogs!

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Dienstag, 28. Dezember 2010

Weihnachten



Jetzt ist Weihnachten schon wieder vorbei. Hattet ihr schöne Feiertage?
Ich fand es dieses Jahr - mal von meiner Autofahrt abgesehen - richtig schön und entspannt, und die Zeit verging viel zu schnell!

Heiligabend musste ich mein Auto zunächst von Schnee und Eis befreien. Das hat tatsächlich eine Weile gedauert, weil ich es mehrere Tage nicht mehr bewegt hatte.
Danach verteilten wir unsere Geschenke an Freunde und Bekannte, und schafften es um 16 Uhr ... naja, ein wenig verspätet... zum Krippenspiel in der Kirche.
Wir bekamen keinen Sitzplatz mehr, aber das machte nichts, denn so im Stehen konnten wir ganz bestimmt viel besser sehen, als zwischen all den Leuten in den Bänken.
Es war schön. Richtig schön!
Das war nicht bloß ein Krippenspiel, das war fast schon ein kleines Musical!
Jamie fand vor allem die Römer beeindruckend.

Nach dem Kirchbesuch stapften wir durch den Schnee zurück nach Hause.
Alles war wie leer gefegt, überall leuchteten die Weihnachtslichter, in der 'Stadtmitte' ragte der große Weihnachtsbaum umgeben von den alten romantischen Fachwerkhäusern. Es sah fast aus, wie die Kulisse in einem Film...so schön!

Zu Hause bereiteten wir gemeinsam das Essen vor, setzten den Apfelpunsch auf und zündeten die Kerzen am Baum an.
Eine Bescherung gab es nicht.
Zumindest nicht so wie sonst. Denn 'der Weihnachtsmann' würde erst über Nacht kommen und die Socken der Kinder, die sie an ihre Betten aufhängen wollten, füllen.
Während des Essens (selbstgemachte Hotdogs, hmmm!) packten wir immer mal eins der Geschenke aus, die wir uns gegenseitig geben wollten.
Es war spannend, was da so alles dabei war.
Meine große Tochter hatte mir z.B. in der Schule eine Honigkerze in der Form eines Kiefernzapfens gegossen. Richtig toll!

So verbrachten wir den Heiligabend mit gemütlichem Essen, Spielen, Singen und sogar Tanzen, und hoben uns die Bescherung für den Weihnachtsmorgen auf.
Es war sehr lustig! Habt ihr mit euren Kindern schonmal zu Vintage Weihnachtsmusik getanzt? :-)
Ich fand, dass der Abend viel zu schnell verging...und als die Kinder in ihren Betten lagen, blieb ich noch wach, um Geschenke zu verpacken.

...und wie war die Freude groß, am nächsten morgen...denn die Weihnachtssocken waren gefüllt mit allerlei kleinen Päckchen!
Da waren zum Beispiel Holztiere, die zu dem Holzstall und dem Bauernhaus passten, die in der Stube unter dem Weihnachtsbaum warteten...

Wachsen


...es schneit immer noch draußen. Heute hat es ein wenig getaut, doch auf den Straßen ist immernoch eine Menge Eis.
Am 1. Weihnachtstag machten wir uns auf den Weg zu meiner Mutter, wo wir auch den Rest unserer Familie treffen wollten.
Aber ... meine Güte, war das beängstigend, auf den vereisten Fahrbahnen vorwärts zu kommen. Ist ja mein erster Autowinter bei solchen Wetterverhältnissen... :-/
Mit Tempo 50 bin ich über die Landstraßen gekrochen, sogar manchmal hin und her geschliddert, und habe mich mit Herzklopfen am Lenkrad festgeklammert.
Hilfe!

Die normalerweise einstündige Fahrt dehnte sich auf eineinhalb aus, aber ich habe es doch geschafft!
Und seit dem ich auch den Rückweg sicher hinter mich gebracht habe, kann mich wohl nichts mehr wirklich erschüttern. :-)
Ich war stolz, das durchgestanden zu haben, und jetzt fühle ich mich richtig sicher, kann meinen Wagen viel besser einschätzen, und kriege auch kein Herzklopfen mehr, wenn ich über Schnee und Eis fahre.

Im Leben werden wir immer mal wieder mit 'beängstigenden' Situationen konfrontiert...und schrecken davor zurück, wursteln uns drum herum oder weigern uns schlicht und einfach, uns diesen Dingen zu stellen.
Doch wenn man hindurch MUSS, so wie ich, wenn ich nicht den Rest des Winters bei meiner Mutter festsitzen wollte :-P, dann schafft man es schließlich doch, und heraus tritt man sicherer, 'gewachsen' und um eine wichtige Erfahrung reicher.

Im neuen Jahr möchte ich gern mehr solcher Situationen - Dinge, die mir Angst machen - in Angriff nehmen und mich stellen. Wer weiß, was ich dadurch in meinem Leben verändere und auf welche Weise ich daran wachsen werde! :-)
Gibt es bei euch auch Situationen oder Dinge, die euch irgendwie Angst machen, und die ihr deshalb vor euch herschiebt, anstatt sie anzugehen?

Freitag, 24. Dezember 2010

Heiligabend


Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest!

* Weihnachten *

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh' ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt's wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!
(Joseph von Eichendorff)

Sonntag, 19. Dezember 2010

So viel zu tun


Advent ist immer eine ziemlich geschäftige Zeit. Es gibt so viel zu tun, so viel zu besorgen, so viel zu backen.
Ich bin IMMER, jedes Jahr, zu spät dran mit meinen Geschenken. Egal wie gut ich plane. Woran das wohl liegt? :-)
Auf alle Fälle haben wir noch alle Hände voll zu tun mit:
- Plätzchen backen
- Socken stricken
- Karten basteln
- Vorlesen
- Singen
- Nähen
- Früchtebrot backen
- Kakao trinken und den Stollen probieren
- Schneeflocken beobachten
- Schlitten fahren
- Tannenbaumschmuck basteln
und...und...und...

Wir haben uns gerade die 1.Staffel 'Unsere kleine Farm' besorgt, und sitzen nun abends manchmal und schauen Laura und ihrer Familie bei ihrem täglichen Leben zu.
Die Serie erinnert mich so sehr an meine Kindheit. :-)
Nur: "Die Bücher sind aber noch ein bisschen schöner!" findet meine große Tochter.

4. Advent


Und denkt bloß, als wir am nächsten Morgen aufwachten, da hatte es angefangen zu schneien. Und Jonas und Lotta und ich standen in unseren Schlafanzügen am Fenster und sahen, wie immer mehr und mehr und mehr Flocken auf den hof fielen und in unseren Garten und in Tante Bergs Garten. Und wir zogen uns an, so schnell wir konnten, und rannten hinaus und warfen uns mit Schneebällen und machten einen ganz feinen Schneemann, dem Papa seinen Hut aufsetzte, als er nach Hause kam.

aus: 'Pelle zieht aus und andere Weihnachtsgeschichten' von Astrid Lindgren



Mittwoch, 8. Dezember 2010

"Guck mal, es schneit!"


"Guck mal, Madita, es schneit!"
Da springt Madita schnell aus dem Bett. Der erste Schnee ist ja etwas Besonderes und Wunderbares.
"Ich mag diesen lieber als all den anderen blöden Schnee", sagt Madita.
So ungerecht ist Lisabet nicht.
"Ich mag aber allen Schnee auf der ganzen, ganzen Welt", behauptet sie.
Darüber lacht Madita.
Was willst du denn mit all dem Schnee auf der ganzen Welt? Ich finde, unser Schnee hier reicht schon."
Ja, und ob der reicht!
Und jetzt fällt er dicht über ganz Birkenlund. Die Birken rund ums Haus werden so weiß und schön, und Madita und Lisabet werden so ausgelassen und wild.
Den ganzen Tag lang haben sie Spaß in ihrem Schnee. Sie rollen sich darin herum, sie bauen einen Schneemann und eine Schneelaterne, und dann rollen sie sich wieder im Schnee. Das macht Sasso auch. Er bellt und freut sich. Gosan guckt durchs Küchenfenster und glaubt, dass Sasso verrückt geworden ist. Gosan macht sich nichts aus Schnee. Aber Papa! Plötzlich kommt er herausgestürzt und will mitmachen.
"Jetzt zeig ich euch mal, dass ich die Nase vom Schneemann mit diesem Schneeball hier treffen kann", sagt er.
Und das kann er tatsächlich.
"Aber jetzt zeig ich dir, dass ich deine Nase mit diesem Schneeball treffen kann", sagt Madita.
Und dann gibt es eine Schneeballschlacht! Papa kämpft so wild, dass er schließlich in eine Schneewehe fällt.

Astrid Lindgren, 'Pelle zieht aus und andere Weihnachtsgeschichten'

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Winter


Die Weihnachtszeit hat begonnen, und draußen hat der Winter bereits sein weißes Kleid über die Erde ausgebreitet.
Beißender Frost rötet uns auf unseren nun kürzer werdenden Wegen Nase und Wangen.
Wir denken an die Vögel und anderen Tiere, die jetzt schwerer ihr Futter finden.
Wir erinnern uns auch an letztes Jahr...an den langen schneereichen Winter und fragen uns, wie lang und kalt dieser wohl werden wird.
Gemütlich streifen wir über den Weihnachtsmarkt und die Kinder bestaunen die vielen Lichter, während uns der Atem zu weißen Wolken gefriert.
Es ist Weihnachtszeit und Winterzeit.
Und niemanden stört es, dass wir viel zu spät Adventskalender kaufen gehen. Nichtmal ein Adventskranz steht auf dem Tisch, und auch unsere Fenster sind nicht dekoriert.
Wir hören Geschichten.
Wir kuscheln uns zusammen.
Wir singen.
"...es schlafen Bächlein und Seen unterm Eise, es träumt der Wald einen tiefen Traum..."
Draußen fallen sanft die weißen Flocken - hier drinnen ist es schön warm und gemütlich.