Songbirds ... a family blogs!

Songbirds ... a family blogs!

Sonntag, 27. März 2016

Frohe Ostern





Nach zwei Tagen und Nächten mit anstrengenden Rückenschmerzen (Senkwehen?) ging es mir heute an Ostern wieder viel besser. Dazu war das Wetter sehr schön, und die Kinder ziemlich guter Laune - naja, vor allem die Jüngste. Ostereier suchen ist halt doch ziemlich aufregend und etwas, worauf man sich schon Tage vorher freuen kann, oder?

Jetzt freue ich mich darauf, meine Beine noch etwas hoch zu legen und zu stricken. Der Kapuzenpulli soll ja noch pünktlich fertig werden.

Ich wünsche euch noch ein schönes Rest-Osterwochenende!

Sonntag, 20. März 2016

Ferien und Frühlingsanfang





Der Frühling hält Einzug, und mit ihm drei Hühner. Ach nein, es sind ein Huhn und zwei Hähne. Aber es sollen in den nächsten Wochen noch einige Hennen dazukommen. Ein Ei hatten wir bisher noch nicht, aber die Henne ist noch sehr jung, und es ist ja noch nicht so warm und hell. Federfüßige Zwerghühner legen im Winter selten bis gar nicht und nutzen die dunkle Jahreszeit für eine Pause. Gut so.

Ansonsten haben gerade die Ferien begonnen, worüber wir uns alle freuen! Ich aber ganz besonders. Mit meinem runden Bauch ist es schön, mir mehr Zeit für alles zu nehmen, nicht so viel fahren zu müssen und die Kinder den ganzen Tag hier zu haben. Natürlich liegt auch gleich jemand mit einem grippalen Infekt flach (mein Sohn). Aber besser jetzt als an Ostern, nicht wahr?

Die beiden Jäckchen sind schön geworden, finde ich. Mein nächstes Projekt ist ein Baby-Kapuzenpulli aus Malabrigo MerinoWorsted in Sapphire Green. Die Wolle ist einfach zu schön! Und bestellbar hier.
 

Sonntag, 7. Februar 2016

Sonntag in Bildern 07.02.2016








Ich liebe den Sonntagmorgen. Sonntags kann ich länger schlafen, weil eigentlich nichts weiter ansteht. Irgendwann (bei uns meist so 8.30 Uhr - länger halte ich es nicht aus) aufstehen, frühstücken jeder wie er mag, einen Milchkaffee nehmen und ein bisschen lesen oder stricken.

Heute vormittag haben wir aber doch auch ganz schön gearbeitet und nicht nur gefaulenzt. Das Wetter war so schön - ganze 11 Grad und sogar ein bisschen Sonne. Ich habe die Zeit genutzt, um das Vorgärtchen aufzuräumen und zwei kleine Lavendel zu pflanzen, während die Kinder die Straße gefegt haben. Der Splitt, der noch von den Schneetagen im Januar herumliegt, stört beim Inliner- oder Rollerfahren. Das war Motivation genug, um zum Besen zu greifen. :-) Später habe ich dann auch noch den Hof gefegt.
Danach war es Zeit für eine Strickpause.

Ich merke, dass ich mir meine Energie jetzt doch gut einteilen muss. Mit meinem 30-Wochen-Babybäuchlein (naja, eher Bauch) kann ich zwar noch alles machen, muss aber darauf achten, dass ich es nicht übertreibe. Und Kleidung für den kleinen Wurm zu stricken ist immer eine gute Entschuldigung, meine Arbeit hier zu unterbrechen und mich mit einer Tasse Tee hinzusetzen, um ein paar Runden weiter zu kommen.

So ist das Baby Sophisticate - Jäckchen auch schon fast fertig geworden. Ich hatte mir das Malabrigo-Garn zwar farblich etwas leuchtender vorgestellt als ich es bestellt habe, aber mit bunten Knöpfen wird die Jacke wahrscheinlich doch ganz hübsch aussehen.

Nachmittags fing es leider wieder an zu regnen, und die Kinder beschäftigten sich drinnen mit Jojo-Tricks-Üben, Monster Highs, Zeichnen und Anime-Schauen.
Jona bereitete uns heute einen Frühstücksburger zu - obwohl der auch als Mittagessen sehr passend war!
Kochen ist eine neue Lieblingsbeschäftigung von ihm, und vor kurzem hat er sich dieses Buch bestellt:



Jetzt gibt es bei uns jede Woche einen neuen Burger - und ich muss sagen, dass die jedes Mal super-lecker schmecken! Das Buch ist wirklich toll und lohnend, und da darin auch Rezepte für Burgerbrötchen, Ketchup, Mayonnaise und verschiedene Beilagen sind, macht Jona tatsächlich alles selbst.

Am späten Nachmittag war ich dann recht müde und habe mich ein Stündchen hingelegt. Abends war dann für alle Aufräumen angesagt und gleich lesen wir die Fünf Freunde vor.

Morgen ist Fasching und für uns ein langer Tag - aber wir freuen uns schon drauf. Hoffentlich macht uns der angesagte Sturm keinen Strich durch die Rechnung!

P.S. : Nellies blaue Haare sind nur eine Faschingsperrücke! Stehen ihr aber gut, oder? ;-)

Mittwoch, 6. Januar 2016

Ein guter Plan!




Während in den letzten Tagen kaltes weißes Winterwetter herrschte (und immer noch herrscht - zumindest bis zum Wochenende) versuche ich gerade in meine neue "Alltags-Routine" hineinzuwachsen.
Ich muss zugeben, ich bin nicht der organisierte Typ. Ich fange vieles an, habe immer neue Ideen, etliches bleibt liegen und die Berge an Arbeit, die es zu bezwingen gilt, wachsen immer höher. Na gut - ganz so dramtasch ist es nicht. ;-) Aber ich habe mich doch schon oft geärgert, dass ich mir meine Zeit nicht besser eingeteilt und poduktiver gearbeitet habe. Der Tag hat so viele Stunden und ich bemerke, dass es einer neuen Planung bedarf, diese Stunden für mich besser zu nutzen.

Durch irgendeinen Link kam ich zu der Seite "FlyLady".
Ich muss zugeben, es ist nicht so 100% meine Seite, aber ich habe schon sehr viele nützliche Tipps von dort übernommen und angewendet. So hat es sich ergeben, dass meine Tagesroutine sich vollkommen verändert hat und ich tatsächlich mehr schaffe.
Auf FlyLady geht es hauptsächlich darum, sich im Haushalt besser zu organisieren, aber man kann das Ganze auch auf andere Bereiche ausweiten, wie z.B. der selbständige Job, oder bestimmte Hobbys, etc.

Wichtig ist ein Hefter oder ein Notizbuch, in dem man seine verschiedenen Routinen aufgeschrieben hat.
Ich habe das so für mich organisiert:
- ein Wochenüberblick
- Morgen- und Abendroutine (spart tatsächlich Zeit ein!)
- Tagesplan
- To-Do-Listen

Ich persönlich "brauche" diesen Plan vor allem für meinen Haushalt und meine kreativen Projekte. So habe ich mir zwei Büchlein angelegt, damit nichts durcheinander kommt.
Bei FlyLady gibt es für alles sehr ausführliche Beispiele, aber natürlich stellt man sich seine ganz persönliche Routine auf, die man dann auch in den ersten Wochen immer mal wieder korrigieren muss.

Schön finde ich dabei, dass ich weiß, dass alles was nötig ist auch tatsächlich erledigt wird. Es hilft mir sehr, einfach abzulesen, was jetzt "dran" ist, und ich brauche nicht weiter darüber nachzudenken.

Meine Morgenroutine sieht ungefähr so aus:
  • aufstehen, schön machen, Morgenseiten* schreiben
  • Kinder wecken :-)
  • Smoothie + Kaffee, Frühstück
  • Katzen füttern
  • Kalender kurz checken
  • Bad kurz auffrischen 
--> aus dem Haus

Abendroutine:
  • 20 min. aufräumen
  • Küche sauber machen (vor allem die Spüle leeren!)
  • bei einer Tasse Tee to-do-listen für den nächsten Tag schreiben
  • Kinder müssen ihre Sachen für den nächsten Tag auslegen/packen
  • bettfertig machen und etwas entspanntes tun: Yoga, Tagebuch schreiben, vorlesen, Hörspiel hören.
*die Morgenseiten sind eine Art Schreibübung, um den Kopf von Alltagsgedanken zu entleeren und in mehr kreativen Fluss zu kommen. Meist schreibe ich 2-3 Din A4 Seiten.

Meine Wochenliste liest sich ungefähr so:

  • Montag: Home Blessing (klingt schöner als Putztag, oder?) und Ideen Tag
  • Dienstag: Frei (nur das Nötigste wird gemacht) und Schreibtag
  • Mittwoch: Zonentag (jede Woche gibt es einen bestimmten Raum/Bereich, der mehr Aufmerksamkeit bekommt) und Blog und Shop Tag
  • Donnerstag: Einkaufen und in kreativer Hinsicht FREI (da eh nicht viel Zeit)
  • Freitag: Papierkram/Schreibtischtag und Schreibtag
  • Samstag: Familientag und Handarbeitstag
  • Sonntag: Chillout Tag
Ich weiß, das klingt reichlich verplant, aber so ist es eigentlich nicht. Es gibt mir nur einen groben Überblick und Zeit für alles, was ich machen will und machen müsste.
Bisher klappt es recht gut.
Wenn ich etwas nicht schaffe, was ja durchaus vorkommt, dann hole ich es am nächsten Tag nach oder lasse es auch mal aus. Ich möchte diesen Plan vor allem als roten Faden, so dass ich nicht immer Dinge vor mir herschiebe oder vergesse.

Zusätzlich habe ich noch ein kleines Brainstorm-Büchlein, für all die schnellen Geistesblitze und Ideen, die mir meist unterwegs oder zu ungünstigen Zeiten in den Sinn kommen. Ich notiere sie, und kann dann später darauf zurück kommen.


Auf meiner Tagesliste für morgen, also Donnerstag, steht:

Haushalt: Einkaufstag
- Einkaufsliste
- Einkaufen/Post/Bücherei (liegt alles auf einem Weg)
- Kühlschrank reinigen und neu einsortieren
(- Tochter zum Reiten)

Kreative Projekte: FREI
- Dringende Sachen erledigen (Bestellungen, im Shop, im Blog, mails, etc.)
- eine Stunde Schreibzeit
- Nähen/Stricken/was auch immer, wie ich Zeit und Lust habe

Habt ihr auch einen Tages-/Wochen- oder Monatsplan für persönliche Ziele, den Haushalt oder andere Dinge? Welche Strategien nutzt ihr, um effizienter und produktiver euren Tag zu gestalten (neben Familie und Arbeit)?

Montag, 4. Januar 2016

Unser Jahreswechsel

... das wünsche ich euch allen zuerst einmal! Ich hoffe, ihr hattet ruhige und gemütliche Tage zwischen den Jahren und einen fröhlichen Jahreswechsel. Das neue Jahr kam ja mit anschließendem Wochenende sehr ruhig daher und wir gleiten so langsam in den Januar hinein, mit allem, was da kommen mag.


Wir feiern Silvester eigentlich immer genauso, wie in meiner Kindheit - familiär, mit Fondue und Knabbereien und Begrüßung des neuen Jahres mit Anstoßen und Feuerwerk betrachten. Dieses Jahr gab es zum ersten Mal Raketen zum Anzünden für die Kinder. Aber wir haben hier draußen gleich bemerkt, wie verstört Tiere darauf reagieren. Unsere Katzen waren nicht begeistert, und Vögel flogen panisch umher, als es anfing zu krachen. Wir hatten 10 Raketen - ich glaube das reicht. ;-)

Ein weiteres, eher neueres Ritual ist, dass wir unseren Wunsch/unsere Wünsche für das neue Jahr auf einen Zettel schreiben, im Feuer verbrennen und so (hoffentlich) als Energie freisetzen. Ayla, meine Älteste, versicherte mir, dass ihr Wunsch vom letzten Jahr tatsächlich in Erfüllung gegangen sei. Nellie, meine Jüngste, war dieses Mal einfach wunschlos glücklich und verbrannte gar keinen Zettel. Ich muss gestehen, dass ich mich nicht daran erinnern kann, was ich letztes Jahr aufgeschrieben habe. Aber den diesjährigen Wunsch werde ich nicht aus den Augen verlieren. Er ist mir sehr wichtig und ein großes Ziel, auf das ich hinarbeite - mit oder ohne Wunschzettel.

Um keine Langeweile aufkommen zu lassen, vertreiben wir uns die Stunden des Wartens mit Spielen oder auch mal mit einem Film (bisher jedes Jahr "101 Dalmatiner" von Disney; dieses Jahr konnten wir uns allerdings nicht einigen und haben schließlich auf Youtube lustige Katzenvideos geschaut).

Hier ein paar Spiele für Silvester die uns Spaß machen:
  • Scharade
  • Bleigießen (natürlich!)
  • selbstgebastelte Knallbonbons
  • Tischfeuerwerk
  • Tanzen
  • Geschichten erfinden (jeder sagt einen Satz, das Ergebnis ist meist sehr lustig und albern)
  • "Ich packe meinen Koffer und nehme ... mit" (Erinnerungsspiel, weil man immer alle vorher genannten Gegenstände mit aufzählen muss. Gar nicht so leicht)
  • Singen (vorzugsweise am Lagerfeuer ;-)

Neben dem Fondu, das wir gern machen, weil es sich so schön in die Länge zieht (und die Brühe am nächsten Tag am allerbesten als Neujahrssuppe schmeckt!), hatten wir uns ein kleines Buffet zusammengestellt. Es bestand unter anderem aus selbstgemachtem Heringssalat


Sehr leckeren Honey Dinner Rolls - Rezept siehe hier!


Frischen Gemüsesticks - wie Möhren, Gurke, Sellerie, etc - und Dips wie Guacamole:


... und Bacon Dip - Rezept siehe hier!


Von den Resten konnten wir dann noch 1-2 Tage zehren. :-)

So war also unser Jahreswechsel. Wie feiert ihr denn Silvester? Eher ruhig? Oder lieber mit einer großen Feier? 

In meinem nächsten Post werde ich über neue Pläne und mein Wort für das Jahr 2016 berichten. Ich glaube - neben der Ankunft unseres Babys - wird sich auch anderweitig einiges verändern und darauf freue ich mich schon. 

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Frohe Weihnachten


"Die Liebe auch zu unseren Feinden ist der Schlüssel, mit dem sich die Probleme der Welt lösen lassen." Martin Luther King

...oder so ähnlich sagte schon Jesus. Daran möchte ich jetzt während der Weihnachtstage und in der ruhigen Zeit zwischen den Jahren besonders denken. Unsere Welt ist gerade so chaotisch - zumindest wird es mir jetzt besonders bewusst. Liebe ist das einzige das heilt, findet ihr nicht?

Ich wünsche euch eine schöne, besinnliche Weihnachtszeit mit euren Lieben - mit viel Licht, warmen Gedanken und auch ein bisschen Leichtigkeit.

Sonntag, 13. Dezember 2015

3. Advent - ein kleiner Weihnachtsgast


Auch diesen Sonntag gibt es eine kleine Adventsgeschichte von uns. Viel Freude beim Lesen!

Ein kleiner Weihnachtsgast

Gestern hat es zu schneien begonnen. Genau einen Tag vor Heiligabend.
Die weißen Flocken haben alles wie in weiche Watte gehüllt. So wirkt die Welt friedlich und schläfrig.
Auch in dem kleinen Wald hinter dem Dorf ist alles still. Nur eine Eule ruft in der Dämmerung.
Die Bäume strecken stumm ihre Äste wie knorrige Arme und Hände in den Himmel hinauf.
Und kein Lebewesen ist zu sehen.
Oder doch?
Ein kleiner Igel reckt schnuppernd sein kalt gefrorenes Näschen empor. Er schaut hier hin, schaut dort hin, und bahnt sich mit seinen kurzen Beinchen mühsam einen Weg durch den Schnee.
Ganz müde und erschöpft sehen seine Augen aus. Sollte der kleine Kerl nicht längst seinen Winterschlaf halten?
Wenn ich doch nur einen Unterschlupf finden würde“, denkt der Igel verzweifelt. „Einen ausgehöhlten Baumstamm oder einen kuscheligen Laubhaufen vielleicht.“
Doch alles ist unter der dicken Schneedecke versteckt, so dass der Kleine nur umher irren kann.
Jetzt fängt auch sein Magen noch an zu knurren!
Wenn er nicht bald etwas zu Essen findet, würde er nicht nur erfrieren, sondern auch verhungern, denkt er. Was soll er bloß tun?
Der kleine Igel hört einen Pfiff in der Ferne gellen, gefolgt von Hundegebell.
Doch das interessiert ihn nicht. Fröstelnd hockt er sich unter einen kahlen Busch und bläst sich die eisigen Pfoten.
Ach, hätte er sich doch bereits vor vier Wochen eingeigelt – so wie die anderen.
Aber nein, er war ja zu neugierig gewesen, wollte noch nicht schlafen, wollte den herbstlichen Wald erkunden und... nun war es wohl zu spät!
Da hört er wieder das Hundegebell. Diesmal klingt es viel näher.
Auch das noch...“ Besorgt blickt sich der kleine Igel um und – eine dicke feuchte Nase schnüffelt ihm entgegen!
Vor Schreck verwandelt sich der Igel in eine stachelige Kugel, an der sich der Hund schmerzhaft piekst. Wütend springt dieser zurück, bellt und knurrt.
Was ist denn los, Theo?“ fragt eine tiefe Menschenstimme.
Sieh mal, Papa, was Theo aufgespürt hat. Einen Igel!“ Ein Junge beugt sich zu dem Tier hinab, dem beinahe das Herz stehen bleibt vor Angst. Vorsichtig berührt eine kleine Hand seine Stacheln.
Der arme Kleine“, sagt der Vater des Jungen mitfühlend. „Hat wohl keinen Schlafplatz für den Winter gefunden. Wenn er hier draußen bleibt, wird er erfrieren.“
Oh nein.“ Der Junge blickt traurig auf den Stachelball. „Können wir ihn nicht mit nach Hause nehmen?“
Anstatt zu antworten schlägt der Mann den Kragen seines Wintermantels hoch und langt in seine Taschen, um die Handschuhe hervor zu holen.
Komm kleiner Kerl“, sagt er und hebt den Igel vorsichtig auf, um ihn in seine tiefe Manteltasche zu stecken. Dort ist es warm und sicher.
Hätte der Kleine nicht solch einen mächtigen Hunger gehabt, wäre er wohl sofort eingeschlafen.
Wo auch immer ich hier bin“, sagt er sich, „hier gefällt es mir. Ob ich gleich etwas Leckeres zu Essen bekommen werde?“ Er denkt an einen saftigen Apfel, einen fetten Wurm, an einen schmackhaft Käfer. Hmmm... Eigentlich ist ihm alles recht, solange es das große Loch in seinem Bauch stopft. Der Kleine schließt die Augen und erinnert sich an die warmen Sommermonate, die jetzt lange her scheinen und während denen er sich immer satt essen konnte, und genießt das leicht Schaukeln.

Der Mann, der Junge und der Hund gehen nach Hause. Der Schnee knirscht unter ihren Schritten, und der Frost beißt ihnen in die Nase – und der kleine Igel in der Tasche träumt vor sich hin.
Doch schon bald greift wieder etwas nach ihm und reißt ihn aus seinem wohligen Nest. Hätte er gekonnt, hätte er lautstark protestiert, doch da hielt er inne.
Wo war er denn hier gelandet?
Die große Hand setzt in auf einen weichen Fußboden. Vor ihm steht eine große Tanne, an der wohl hundert brennende Kerzen wachsen. Anstatt Zapfen trägt sie bunte Kugeln. Und sie duftet so herrlich, dass der kleine Igel wie verzaubert davor stehen bleibt.
Florian und Laura, holt ihm ein Schüsselchen mit Milch und Brötchen, ja?“ spricht die tiefe Stimme hinter dem Igel, und zwei kleine Menschen springen auf und laufen davon.
Was für ein netter kleiner Weihnachtsgast“, sagt eine freundliche Frau. Sie sitzt in einem großen Sessel bei dem Kamin, in dem das Feuer prasselt.
Der kleine Igel reckt wieder sein Näschen. Er tapst umher, schnüffelt und schmatzt, und als ihm kurz darauf ein Napf voll Essen vorgesetzt wird, kann er nicht anders, als sich darauf zu stürzen und alles gierig hinunter zu schlingen.
Tut das gut! Noch nie hatte ihm so etwas einfaches so lecker geschmeckt.
Die Menschen sehen ihm beim Essen zu und lachen. Doch der Igel kümmert sich nicht um sie.
Schon längst hat er den großen bunten Blätterhaufen dort drüben entdeckt, der so einladend aussieht und glitzert. Das müssen wohl Blätter von einem ganz besonderen Baum sein, denkt der Igel und wackelt auf seinen Beinchen darauf zu.
Vorsichtig kriecht er unter das Gewühl aus Geschenkpapier. Er rollt sich ein, sieht noch verschwommen die Kerzen des Weihnachtsbaumes leuchten und schon fallen ihm die Augen zu...
Laura lächelt. „Jetzt hält der kleine Igel im Geschenkpapier Winterschlaf“, sagt sie.
Und alle denken, was für ein schönes Weihnachtsgeschenk es doch ist, den Igel vorm Erfrieren gerettet zu haben.
Frohe Weihnachten“, flüstert Florian ihm noch zu, doch der Igel ist schon längst im Land der Träume.

(c) Sarah Lerche,  2015