Songbirds ... a family blogs!

Songbirds ... a family blogs!

Freitag, 18. November 2011

...es ist spät...


...jetzt sitze ich hier spät abends, trinke meinen Kakao und fühle mich so emotional aufgewühlt. Dabei ist garnichts passiert; nichts außergewöhnliches jedenfalls.
Manchmal bekomme ich so Augenblicke, manchmal ganze Tage, wo mich so ein unergründliches Gefühl der überfließenden Liebe überfällt und ich mich umsehe und so grenzenlos dankbar bin für alles was wir haben, alles was ich habe.
Obwohl wir doch recht bescheiden leben, und auch keine großen Ansprüche stellen. Aber vergleichsweise geht es uns doch unwahrscheinlich gut. Im Vergleich zu einem Großteil der Weltbevölkerung leben wir im absoluten Luxus!
Warum machen wir uns eigentlich ständig Sorgen, wenn doch alles da ist was wir brauchen?
Warum halten wir uns an relativ unbedeutenden Kleinigkeiten auf (können wir uns dies oder das leisten, wohin fahren wir nächstes Jahr in den Urlaub, was für Klamotten soll ich bloß anziehen...?) wenn wir unsere Zeit verschwenderisch damit verbringen könnten, unsere Mitmenschen mit wirklicher Aufmerksamkeit zu begegnen, ihnen wirklich zu zu hören, Mitgefühl zu haben und einfach Zeit miteinander verbringen können?
Warum halten wir so viel zurück und haben Angst, uns wirklich zu zeigen? Unsere Liebe? Unsere Ängste und Schmerzen? Unsere Träume? Unsere verrückten Ideen?
Warum?
Eigentlich haben wir ja nichts zu verlieren - außer vielleicht Zeit, denn wir wissen ja nie, wieviele Tage wir geschenkt bekommen.
Und doch vergessen wir es ständig...das 'Carpe Diem', das wir uns ab und zu vornehmen. Ist es so schwer?
Mir geht es nicht anders. Manchmal versinke ich im 'Stress', den ich mir selbst mache. Oder ich lasse mich von Erwartungen anderer leiten. Oder ich werde von den Dämonen meiner eigenen Erziehung/Vergangenheit überrannt und merke es nichtmal.
Plötzlich habe ich nichtmal mehr Zeit für die Dinge, die mich sonst nähren - wie mit Freunden quatschen und lachen, schreiben, musizieren, etwas Neues ausprobieren, Träumen, ...
Und dann wundere ich mich, dass ich mich so ausgelaugt und leer fühle, oder dass ich krank werde.

Doch eigentlich ist es ganz leicht, oder?
Wenn ich anhalte und anfange mich wieder ganz bewusst umzusehen, wahr zu nehmen, hin zu hören, merke ich sofort, wie ich mich entspanne und wieder klar sehe, was eigentlich wirklich wichtig ist (für mich). Dann spüre ich dieses warme Gefühl in mir, diese Liebe, diese Dankbarkeit - so schön, so einfach.
Und so gern möchte ich alle Menschen dieses Gefühl spüren lassen - möchte es verschenken durch Worte, Taten, Berührungen.