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Sonntag, 25. Oktober 2009

Freiwillig Mathe?


Kinder wollen lernen. Kinder interessieren sich. Kinder haben einen offenen Geist und wollen die Welt kennen und verstehen lernen.
Keine Schule der Welt kann dieses Interesse fördern oder fordern - nur das Kind selbst.
Wir lernen am besten aus eigenem Antrieb, und am besten das, was auf irgendeine Weise gerade wichtig für uns ist.

Lesen, Schreiben, Rechnen...
Viele Eltern haben Angst, wenn sie von Homeschooling oder Unschooling hören, dass die Kinder 'keinen Bock' auf soetwas haben. Wer interessiert sich schon für Mathe.
Das ist doch nicht cool!
Leider gehen wir von längst beschulten Kindern aus. Wir kennen ja auch keine unbeschulten. Wir kennen keine Freilerner in unserem alltäglichen Leben, und können deshalb auch kein Vertrauen in unsere Kinder haben, dass sie OHNE Schule auskämen.
Das ist sehr schade und furchtbar traurig.
Denn nichts ist schöner, als Kinder zu beobachten, die frei und selbständig und mit FREUDE lernen. Jeden Tag, jeden Augenblick.

Menschen, die gegen Homeschooling und Freies Lernen wettern und argumentieren, haben sich nie direkt mit dem Thema auseinandergesetzt. Sie haben überhaupt keinen blassen Schimmer, wogegen sie da überhaupt sind!
Fast alle dieser Menschen kennen auch keine Home- oder Unschooler persönlich, erleben nicht ihren Alltag, ihre Fortschritte und den Lernerfolg.
Sie haben nie ein Buch über diese Art des Lernens in der Hand gehabt, wissen nicht von den endlosen Möglichkeiten, die dieser Weg bietet.
'Wir' sind nunmal gegen alles, was wir nicht kennen. Unbekanntes verunsichert und schürt sogar die Angst. Nein...lieber am alten festklammern. ;-)

Für uns ist die Befreiung aus dem Regelschulsystem ein wahrer Segen.
Ich bin froh, dass meine Kinder nicht den ganzen Tag stillsitzen müssen, dass sie lernen können wann und wo sie wollen, und dass niemand ihr Tun bewertet.
Zur Zeit möchte Lisa, dass ich ihr Rechenaufgaben ausdrucke. Sie hat gerade Spaß am Rechnen und füllt ihre Zettel zügig und meist fehlerfrei aus. (Jeder Zettel wird auch mit Namen beschriftet. Nicht ihr eigener, sondern die, die ihr gerade gefallen *lol*)
Sie schreibt manchmal an Geschichten oder fragt mich, ob ich ihr Schreibschrift beibringen könnte. Sie malt und malt und hat keine Angst davor 'falsch' oder schlecht zu malen.
Vielleicht wird sie nicht mit der gleichen Quantität an Wissen täglich bombadiert, wie Regelschulkinder. Aber inzwischen wissen wir ja, dass Quantität nicht gleich Qualität ist, und das wir (die wir zu normalen Schule gehen mussten) einen Großteil dieses Wissensbombardements sowieso vergessen haben.

Kommentare:

  1. ich bin so hin- und hergerissen: Grundschulwissen lernen Kinder freiwillig und in ihrem eigenen Tempo. Das kann man auch trotz Schule beobachten und ganz leicht unterstützen. Aber wieviel gymnasialWissen ist notwendig? Wieviele Revolutionen muss man kennen und wieviel Allgemeinbildung ist notwendig, um sich intelligent mit vielfältigen Leuten unterhalten zu können? Eigenen sich Kinder freiwillig lineare Funktionen in Mathe an und ist das überhaupt notwendig?

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  2. Du schreibst, Grundschulwissen eignen sich die Kinder trotz Schule freiwillig an. Aber...was ist dann? Kommt ein Schnitt, und die Kinder möchten nichts mehr wissen oder lernen?

    Warum sollte man sich außerschulisch nicht ebenso ein großes Allgemeinwissen aneignen können? Was sollte die Kinder davon abhalten?
    Und wer bestimmt, was zum Allgemeinwissen gehört, und was nicht? Da du die Revolutionen erwähnst...in Geschichte haben wir nie durchgenommen, was mich interessiert hat. Z.B. das Reich der Römer, Alexander der Große usw. die Kelten und Germanen, außerdem war unser Geschichtsunterricht hauptsächlich auf Deutschland beschränkt, dazu kam ein wenig über Europa, aber alle anderen Länder dieser Erde wurden nichtmal berührt.

    Ich bin fest davon überzeugt, dass Kinder und Jugendliche freiwillig lernen würden, hätten sie die Möglichkeit dazu. Es gibt so viele Homeschooler und Unschooler auf dieser Welt, die Abschlüsse machen und zur Uni gehen. Es ist also möglich.
    Nur wie schon geschrieben, ist es schwer unseren Kindern und Jugendlichen zu vertrauen, weil sie schon beschult sind und sich weigern.

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