Songbirds ... a family blogs!

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Dienstag, 5. Mai 2015

Löwenzahn-Hautcreme


In unserem Garten sprießen sie gerade überall, diese sonnig-gelben Blümchen. Manch einer sieht Löwenzahn als sehr lästig an, aber ich habe festgestellt, dass sich damit allerlei anstellen lässt. Die grünen Blätter sind lecker in Smoothies oder Salat. Neulich habe ich sogar ein Rezept für eingelegte Löwenzahnstängel gefunden. Tee kann man daraus auch herstellen - sehr gesund vor allem jetzt nach der eher reichhaltigen, schweren Winterkost. Und man kann die Blütenblättchen in Kekse oder Kuchen verbacken.


Außerdem haben sie eine tolle Farbe, oder? So warm und strahlend. Auch wenn ich Gelb nicht als Kleidung anziehen würde (weil's mir einfach nicht steht), macht es sich in der Natur und in meinem Garten einfach hübsch im Kontrast zum überall sprießenden Grün.

Bei The nerdy Farm Wife habe ich ein super Rezept für Löwenzahn-Hautcreme gefunden. Ich lasse an meine Haut derzeit ohnehin nur Kokosöl, weil es so tolle Eigenschaften hat (siehe hier), und nachdem ich mir eine Zahncreme selbst hergestellt hatte, wollte ich es nun auch mit der Creme versuchen.
Es ging ganz leicht.
Ich habe 1 Tasse Kokosöl und 1/2 Tasse getrocknete Löwenzahnblüten im Wasserbad 2 Stunden ziehen lassen. Danach gibt man das noch flüssige Öl durch ein Sieb und lässt es im Kühlschrank fest werden.
Zum Schluss schlägt man die hellgelbe Creme mit einer Rührmaschine auf und füllt sie in einen geeigneten Behälter. Fertig ist die Hautcreme!


Mittwoch, 18. März 2015

Busy spring


Gerade sitze ich nur sehr sporadisch am Computer und im Internet. Das hat zweierlei Gründe: zum einen ist mein Laptop kaputt gegangen und zum anderen hatte ich (wieder einmal) bemerkt, wie sehr mich die Online-Welt in Beschlag nimmt und meine Zeit verschlingt, obwohl ich hier doch mehr als genug zu tun habe.
Außerdem steht der Frühling vor der Tür - und was gibt es da Besseres, als draußen die Sonne zu genießen, und den Garten aufzuräumen? Den Hühnerstall zu planen? Und schon mal die Saatkiste hervor zu holen?

Ich liebe den Frühling! Im Garten blühen bereits ganz viele Krokusse und auch kleine Narzissen. Die Vögel trällern, und die Kinder erfinden immer neue Spiele. Beim durchstöbern von Kartons mit "Müll" von den alten Besitzern haben sie auch ein paar Schätze entdeckt und gleich genutzt. Und so haben wir eine kleine Kiste mit Spielgeschirr zusammengestellt, da es doch zu schade zum Wegschmeißen war.

These days I only visit the internet sporadically. There are two reasons for this: first, my laptop is broken and second, I noticed how my online-activities were taking over my day and time, and kept me from being productive in our home, family and business. In addition, spring has arrived with all its beauty and there is nothing better than to enjoy the sunshine and do some garden work, to plan the chicken coop and go through the seed box. Don't you think?

I love spring! I really do. There are lots of crocuses and small daffodils in bloom. The birds are singing and the children invent new games. They also discovered some treasures in boxes of "trash" from the old owners and put them to good use. We kept those things as play-tableware and crockery because they were far to precious to throw away.  

Samstag, 7. Februar 2015

Da bin ich wieder!




Mit brennenden Lippen, unter eisblauem Himmel,
durch den glitzernden Morgen hin,
in meinem Garten, hauch ich, kalte Sonne, dir ein Lied.
(R.F.L. Dehmel)

Ich hatte das Gefühl, als wäre für einen Moment die Zeit stehen geblieben, als sei ich auf meinem Weg an eine Gabelung gekommen und musste mich entscheiden, in welche Richtung es nun weiter geht. Manchmal ist es so. Manchmal wissen wir, dass sich etwas ändern wird, oder wir etwas verändern müssen oder auch wollen, doch noch ist nicht klar, wo das Ziel liegt. 
Warten. Geduld haben. Vertrauen.
Irgendwann lichtet sich der sprichwörtliche Nebel und auf einmal ist alles ganz klar. 
Und weiter geht es!

Gerade um die Weihnachts- und Neujahrszeit denke ich immer gern darüber nach, was ich im neuen Jahr erreichen möchte oder was ich mir wünsche, verändern möchte oder welchen Kurs ich beibehalten werde.
Dieses Jahr war das alles nicht so ganz deutlich. Es gibt so zwei - drei Ziele, die ich verfolge, aber ich hatte das Gefühl, dass ich jetzt gerade andere Prioritäten setzen muss. Die Entscheidung fällt mir nicht immer leicht, und diesmal wollte ich lieber ein bisschen abwarten, bevor ich mich festlege.
Der Januar war ruhig und entspannt, ein bisschen müde und auch ein bisschen kränklich, aber auch sehr kreativ. Ich liebe es, wenn draußen die Kälte klirrt und wir im hinteren Wohnzimmer sitzen, wo im Ofen das Feuer brennt. Wir schauen alte Filme, hören Hörspiele, der eine spielt, der andere baut oder denkt nach, ich häkele oder stricke, manchmal schreib ich auch. Die Große schaut nur manchmal vorbei, aber immer daran interessiert, was wir wohl grad so treiben. 

Während dieser kuscheligen Momente habe ich versucht die Grundpfeiler unseres Familienlebens neu zu überdenken:

- Familienzeit und Miteinander
- Beruf/Berufung
- Kreativität
- Finanzen
- Spiritualität
- individuelle Interessen
- Gesundheit

Da wir vier sehr unterschiedliche Menschen sind, haben wir oft gegensätzliche Vorstellungen und Bedürfnisse. Es ist nicht immer einfach, allen (auch mir!) gerecht zu werden. Aber wir versuchen es! :-)

Ich freue mich, jetzt tatsächlich weiter gehen und das neue Jahr in Angriff nehmen zu können. Endlich!
Und so werde ich auch hier wieder regelmäßig zu lesen sein. 

In diesem Sinne möchte ich euch zuerst einmal noch ein  frohes neues Jahr 2015 wünschen
  - nachträglich aber trotzdem von Herzen!



Samstag, 13. Dezember 2014

Kuschelig




Ein bisschen schläfrig gerade bei uns. Das graue Wetter und die kurzen Tage machen uns müde und kuschelig. Euch auch?

Samstag, 6. Dezember 2014

Ein Platz für mich!


Endlich habe ich einen richtigen Arbeitsplatz! Bisher lag der Stoff immer noch in Kisten, und die Wolle war in Körben auf verschiedene Räume verteilt. Wenn ich etwas brauchte, musste ich immer suchen gehen... So ist es viel besser! Und ich habe meinen Nähtisch auch längst eingeweiht, denn Töchterchen wollte einen Rock.


Inzwischen bekomme ich Anfragen von ihren Schulfreundinnen, ob ich ihnen auch Röcke nähen könnte. :-) Ja, gerne!


So langsam wird es hier auch adventlich-gemütlich, und die Kinder kommen in Bastel- und Mallaune. Ich liebe die Weihnachtszeit!

Ich wünsche euch noch einen schönen Nikolaus-Tag!
Und nicht vergessen, morgen kommt die Fortsetzung der Weihnachtsgeschichte.

Samstag, 29. November 2014

kurz vor Advent

Seid ihr auch schon in Adventsstimmung? Ein bisschen kribbelt bei meinen Kindern schon die Vorfreude. Gerade meine Jüngste ist schon ganz aufgeregt, wann sie das erste Türchen am Kalender öffnen kann.

Bisher haben wir noch nicht viel dekoriert. Meine Schweter nahm sich aber letztes Wochenende Zeit und hat mit den Kindern Gestecke gemacht und Kränze gebunden. Einer davon hängt jetzt an unserer Tür.


Zur Zeit ist es hier recht kalt und frostig geworden. Nebel schwebt über den Feldern, Wolken hängen tief in den Wäldern auf den Hügeln und es riecht nach Schnee. Manchmal schaut aber auch die Sonne raus.
Letzten Sonntag war es noch eimal so richtig schön, und ich habe die Zeit genutzt, mal allein einen langen Spaziergang durch die Feldmark bei meiner Familie zu machen. Im Gegensatz zu hier ist dort alles ganz flach und frei. Man kann sehr weit blicken und in der Ferne viele Dörfer sehen. Außerdem ist praktisch jeder Weg, jeder Strauch, jeder Stein mit Kindheitserinnerungen behaftet. ;-)

Jetzt warten wir auf den Winter. Ob er dieses Jahr kommt? Letztes Jahr war es ja sehr mild hier in der Gegend. Über ein bisschen Schnee würden wir uns schon freuen.

Freitag, 7. November 2014

Erinnerungen

 

Es ist jetzt schon wieder fast drei Monate her, dass wir von unserer langen Fahrradtour nach Hause zurück gekehrt sind. Im Nachhinein wirkt alles ein bisschen unwirklich, so weit entfernt - wie das immer so ist.

In letzter Zeit tauchen allerdings immer öfter Erinnerungsausschnitte von der Reise in meinem Kopf auf, ohne dass ich sie bewusst heraufbeschworen hätte. Ich stehe gerade am Herd, und plötzlich sehe ich uns in Utrecht, wie wir mit Couchsurfer L. und seinem chinesischen Gast an den Grachten entlang spazieren und er uns ein bisschen Geschichte zukommen lässt. Die Kinder sind an diesem Tag reichlich aufgedreht und albern, finden es aber trotzdem toll, von dem Teufel zu hören, der an einen Stein gekettet wurde, und den Hintergrund zu den einzelnen Buchstaben, die in die Pflastersteine gemeistelt sind, zu erfahren. (Das längste Gedicht der Welt)

 kleiner Laden im Freilichtmuseum bei Arnheim

 Haaring-Verkäufer in Scheveningen

Oder ich hole meine Kinder mit dem Auto von der Schule ab, und finde mich in Gedanken ganz unerwartet am Strand bei Scheveningen, wo der Wind uns den Sand über die Haut gefegt hat, dass es prickelte und wir ins Wasser liefen bis unsere Hosen ganz nass waren. 

 Ins Meer laufen bei DenHaag

Auf der Fähre von Hoek van Holland

Im Bett fällt mir wieder ein, wie wir verzweifelt durch DenHaag irrten, um den Weg zu unsere Unterkunft zu finden. Wir mussten uns durch ein Wirrwarr aus Straßenbaustellen fädeln, und hier und dort jemanden nach der Richtung fragen. Der Verkehr war der reinste Irrsinn, und unsere Nerven waren angespannt. Trotzdem war es aufregend und hat uns ein bisschen Spaß gemacht, und unser Couchsurfing-Gastgeber war ein super-netter Mensch mit viel Humor und Großzügigkeit!

Blick vom Berg bei Watten in Frankreich


Unter der Dusche muss ich auf einmal lächeln, weil ich mich daran erinnere, wie ich in Münster eigentlich als Straßenmusiker auftreten wollte und dann (gottseidank?) feststellte, dass zwei Saiten meiner Gitarre gerissen waren.

Reiten in Warendorf :-)

Vorgestern hat meine Familie eine Wanderung auf den Harzer Brocken unternommen. Bis kurz unter dem Gipfel war es wunderschön und toll zu laufen und zu klettern. Die Kinder hatten sehr viel Spaß, und ich fand den Wald um mich herum sehr inspirierend (ich sammele überall Eindrücke für's Schreiben). Doch dann, kurz vor dem Gipfel, schlug das Wetter extrem um. Wir waren umgeben von Wolkendunst, orkanähnliche Windböen fegten uns den Regen ins Gesicht, und wir froren.

Zurück zu wandern war für die Kinder keine Option, also beschlossen wir nach einer Tasse heißen Kakao mit der Dampfeisenbahn wieder hinunter zu fahren. Im Zug blickte ich aus dem Fenster, musste schmunzeln und meinte zu meinem Sohn: „Weißt du noch in England? Als wir sonntags in Deal bei Wind und Regen Steine gesammelt haben und ich Angst hatte, dass du ins Meer gepustet wirst? Danach haben wir dann in der Bibliothek Unterschlupf gefunden und Bücher angeschaut.“ Jonas Augen leuchteten auf und er nickte. „Da war es soooooo gemütlich!“ 

Naturschutzgebiet bei Arnheim

Komischerweise tauchen die schönen Momente viel öfter in meinem Geist auf, als die Schwierigen oder weniger Schönen, die es natürlich auch gegeben hat.

Ich denke da an die sengende Hitze und die brennende Sonne, die uns ganz schön zu schaffen gemacht hat. Sogar Nellie bekam einen Sonnenbrand, und das will ja was heißen! Manchmal war es so unerträglich, dass wir vorübergehend in einer Kirche pausierten, um ein bisschen abzukühlen.

Dann wiederum gab es den ein oder anderen Regentag, der uns überraschte und es so gut wie unmöglich machte, weiter zu fahren. Wenn wir dann bei einem netten Couchsurfer zu Besuch waren, der uns einlud, noch einen Tag länger zu bleiben, dann hatten wir Glück. Wenn nicht, mussten wir uns etwas einfallen lassen. Einmal bauten wir uns ganz schnell einen Unterschlupf aus Isomatten und Zweigen. (Die Kinder haben diesen Tag natürlich als ganz besonders tolle Erinnerung abgespeichert!)

Erschöpfung, mental und körperlich, ließ uns manchmal genervt oder gereizt reagieren. Ab und zu eskalierte es in richtigen Streit, was zur Folge hatte, dass meine große Tochter mit ihrem Rad davon fuhr, und ich befürchtete, wir könnten sie verlieren...

viel Wind zwischen den holländischen Inseln 

 Regen und Sturm in Südengland

 Abkühlung in Brunnen...

 ...oder in schönen Kirchen.

Und dann gab es Tage, an denen es eine Herausforderung war, ein Quartier zu finden. Entweder waren alle Campingplätze vollkommen belegt, oder es gab weit und breit einfach keinen. Dann mussten wir bei jemandem klingeln und fragen, ob wir vielleicht im Garten zelten dürften. Wir wurden, bis auf einmal, nie abgewiesen und haben uns immer sehr gut versorgt gefühlt! (Und das ist ja wiederum eine sehr schöne Erinnerung.)

Camping im Garten


Gute Erinnerungen tragen unser Leben, heißt es in einem japanischen Sprichwort.

Vor allem als Familie kreieren gemeinsame, positive Erinnerungen ein starkes Band von Zusammengehörigkeit und ermöglichen ein Gefühl von Identität, erhöhen das Selbstbewusstsein und sind eine starke Kraftquelle während schwieriger Lebensphasen.
Diese Erinnerungen machen es wert, dass wir die Anstrengungen und Strapazen auf uns genommen und durchgehalten haben. Unser Ziel vor Augen behielten und an uns glaubten.
Jeder von uns hat für immer dieses kleine, geheime Kästchen voller Bildern und Ausschnitten, Anekdoten und Erlebnissen im Herzen, die ihn für den Rest des Lebens begleiten werden.
Ein Geschenk.