Songbirds ... a family blogs!

Songbirds ... a family blogs!

Dienstag, 28. Dezember 2010

Vorsätze


Na, denkt ihr schon ab und zu an das nächste Jahr? :-)

Habt ihr Vorsätze? Wollt ihr etwas verändern? Steckt ihr euch (neue) Ziele?
Oder lasst ihr den Jahreswechsel einfach an euch vorüber ziehen...ohne einen großen Gedanken daran zu verschwenden?

Ich habe immer noch meine Liste für das Jahr 2010. Ich hatte sie extra eingeheftet, damit ich sie immer wieder ansehen kann. Ich hatte sie sogar in meinem anderen Blog gepostet! Und...nun ja...ich bin meinen Zielen zwar etwas näher gekommen, aber so ganz habe ich nicht alles erreicht.
Punkt 1 war der einfachste. Schreiben ist für mich leicht. Allerdings mache ich es nicht, wie gedacht, morgens als erste Aktivität...sondern eben so, wie es passt. Hier im Blog zu schreiben zählt dabei auch - finde ich. ;-)
Punkt 2 ...ähem, ist so irgendwie im Sande verlaufen, obwohl ich gemerkt hatte, wie gut es mir tut.
Punkt 3 wollte ich anders umsetzen, als ich es getan habe. Eigentlich hatte ich vor, gezielt Stücke zu üben - nach Noten. Anstatt dessen habe ich Songs geübt, mit Akkorden. Habe ich mich verbessert? Nicht so sehr, wie ich gehofft hatte. Vielleicht ein wenig. Meine Stimme ist auf jeden Fall kräftiger geworden, und mein 'Songrepertoire' ist gewachsen...das ist ja auch etwas.
Punkt 4 ist mir wohl irgendwie entfallen. Ach nein! Es war das schlechte Wetter! Der Sommer war so verregnet, dass ich keine Lust hatte viel im Garten zu arbeiten. Und deshalb ist dort auch nicht so viel gewachsen...zu meinem Bedauern.
Punkt 5 konnte ich nur halb umsetzen. Sagen wir mal, ich mache schon mehr für mich und reserviere mir meine Momente hier und dort. Ich hatte auf jeden Fall mehr Zeit und Gelegenheit meine Freundschaften zu pflegen!
Punkt 6 hat tatsächlich recht gut geklappt!
Punkt 7 ist immer so eine Sache. Sport tut mir sehr gut und ist wichtig für mich...und trotzdem bin ich manchmal einfach zu faul, oder die Zeit reicht nicht. An diesem Punkt könnte ich noch mehr arbeiten und ich werde ihn bestimmt in meine neue Liste übernehmen.

Ich liebe ja Listen, auch wenn ich mich nicht immer unbedingt daran halte. Ich mag es, Dinge festzuhalten, zu ordnen und immer wieder nachzulesen.
Ich werde mir für 2011 wieder neue Vorsätze aufschreiben, auch wenn ich jetzt schon weiß, dass ich sie nicht 100% umsetzen kann und werde. Aber immerhin geben sie mir eine Idee von dem, was ich erreichen möchte, und außerdem macht es mir Spaß, es wenigstens zu versuchen!

Habt ihr auch schon Vorsätze für das neue Jahr? Wenn ja, welche?

Weihnachten



Jetzt ist Weihnachten schon wieder vorbei. Hattet ihr schöne Feiertage?
Ich fand es dieses Jahr - mal von meiner Autofahrt abgesehen - richtig schön und entspannt, und die Zeit verging viel zu schnell!

Heiligabend musste ich mein Auto zunächst von Schnee und Eis befreien. Das hat tatsächlich eine Weile gedauert, weil ich es mehrere Tage nicht mehr bewegt hatte.
Danach verteilten wir unsere Geschenke an Freunde und Bekannte, und schafften es um 16 Uhr ... naja, ein wenig verspätet... zum Krippenspiel in der Kirche.
Wir bekamen keinen Sitzplatz mehr, aber das machte nichts, denn so im Stehen konnten wir ganz bestimmt viel besser sehen, als zwischen all den Leuten in den Bänken.
Es war schön. Richtig schön!
Das war nicht bloß ein Krippenspiel, das war fast schon ein kleines Musical!
Jamie fand vor allem die Römer beeindruckend.

Nach dem Kirchbesuch stapften wir durch den Schnee zurück nach Hause.
Alles war wie leer gefegt, überall leuchteten die Weihnachtslichter, in der 'Stadtmitte' ragte der große Weihnachtsbaum umgeben von den alten romantischen Fachwerkhäusern. Es sah fast aus, wie die Kulisse in einem Film...so schön!

Zu Hause bereiteten wir gemeinsam das Essen vor, setzten den Apfelpunsch auf und zündeten die Kerzen am Baum an.
Eine Bescherung gab es nicht.
Zumindest nicht so wie sonst. Denn 'der Weihnachtsmann' würde erst über Nacht kommen und die Socken der Kinder, die sie an ihre Betten aufhängen wollten, füllen.
Während des Essens (selbstgemachte Hotdogs, hmmm!) packten wir immer mal eins der Geschenke aus, die wir uns gegenseitig geben wollten.
Es war spannend, was da so alles dabei war.
Meine große Tochter hatte mir z.B. in der Schule eine Honigkerze in der Form eines Kiefernzapfens gegossen. Richtig toll!

So verbrachten wir den Heiligabend mit gemütlichem Essen, Spielen, Singen und sogar Tanzen, und hoben uns die Bescherung für den Weihnachtsmorgen auf.
Es war sehr lustig! Habt ihr mit euren Kindern schonmal zu Vintage Weihnachtsmusik getanzt? :-)
Ich fand, dass der Abend viel zu schnell verging...und als die Kinder in ihren Betten lagen, blieb ich noch wach, um Geschenke zu verpacken.

...und wie war die Freude groß, am nächsten morgen...denn die Weihnachtssocken waren gefüllt mit allerlei kleinen Päckchen!
Da waren zum Beispiel Holztiere, die zu dem Holzstall und dem Bauernhaus passten, die in der Stube unter dem Weihnachtsbaum warteten...

Wachsen


...es schneit immer noch draußen. Heute hat es ein wenig getaut, doch auf den Straßen ist immernoch eine Menge Eis.
Am 1. Weihnachtstag machten wir uns auf den Weg zu meiner Mutter, wo wir auch den Rest unserer Familie treffen wollten.
Aber ... meine Güte, war das beängstigend, auf den vereisten Fahrbahnen vorwärts zu kommen. Ist ja mein erster Autowinter bei solchen Wetterverhältnissen... :-/
Mit Tempo 50 bin ich über die Landstraßen gekrochen, sogar manchmal hin und her geschliddert, und habe mich mit Herzklopfen am Lenkrad festgeklammert.
Hilfe!

Die normalerweise einstündige Fahrt dehnte sich auf eineinhalb aus, aber ich habe es doch geschafft!
Und seit dem ich auch den Rückweg sicher hinter mich gebracht habe, kann mich wohl nichts mehr wirklich erschüttern. :-)
Ich war stolz, das durchgestanden zu haben, und jetzt fühle ich mich richtig sicher, kann meinen Wagen viel besser einschätzen, und kriege auch kein Herzklopfen mehr, wenn ich über Schnee und Eis fahre.

Im Leben werden wir immer mal wieder mit 'beängstigenden' Situationen konfrontiert...und schrecken davor zurück, wursteln uns drum herum oder weigern uns schlicht und einfach, uns diesen Dingen zu stellen.
Doch wenn man hindurch MUSS, so wie ich, wenn ich nicht den Rest des Winters bei meiner Mutter festsitzen wollte :-P, dann schafft man es schließlich doch, und heraus tritt man sicherer, 'gewachsen' und um eine wichtige Erfahrung reicher.

Im neuen Jahr möchte ich gern mehr solcher Situationen - Dinge, die mir Angst machen - in Angriff nehmen und mich stellen. Wer weiß, was ich dadurch in meinem Leben verändere und auf welche Weise ich daran wachsen werde! :-)
Gibt es bei euch auch Situationen oder Dinge, die euch irgendwie Angst machen, und die ihr deshalb vor euch herschiebt, anstatt sie anzugehen?

Freitag, 24. Dezember 2010

Heiligabend


Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest!

* Weihnachten *

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh' ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt's wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!
(Joseph von Eichendorff)

Sonntag, 19. Dezember 2010

So viel zu tun


Advent ist immer eine ziemlich geschäftige Zeit. Es gibt so viel zu tun, so viel zu besorgen, so viel zu backen.
Ich bin IMMER, jedes Jahr, zu spät dran mit meinen Geschenken. Egal wie gut ich plane. Woran das wohl liegt? :-)
Auf alle Fälle haben wir noch alle Hände voll zu tun mit:
- Plätzchen backen
- Socken stricken
- Karten basteln
- Vorlesen
- Singen
- Nähen
- Früchtebrot backen
- Kakao trinken und den Stollen probieren
- Schneeflocken beobachten
- Schlitten fahren
- Tannenbaumschmuck basteln
und...und...und...

Wir haben uns gerade die 1.Staffel 'Unsere kleine Farm' besorgt, und sitzen nun abends manchmal und schauen Laura und ihrer Familie bei ihrem täglichen Leben zu.
Die Serie erinnert mich so sehr an meine Kindheit. :-)
Nur: "Die Bücher sind aber noch ein bisschen schöner!" findet meine große Tochter.

4. Advent


Und denkt bloß, als wir am nächsten Morgen aufwachten, da hatte es angefangen zu schneien. Und Jonas und Lotta und ich standen in unseren Schlafanzügen am Fenster und sahen, wie immer mehr und mehr und mehr Flocken auf den hof fielen und in unseren Garten und in Tante Bergs Garten. Und wir zogen uns an, so schnell wir konnten, und rannten hinaus und warfen uns mit Schneebällen und machten einen ganz feinen Schneemann, dem Papa seinen Hut aufsetzte, als er nach Hause kam.

aus: 'Pelle zieht aus und andere Weihnachtsgeschichten' von Astrid Lindgren



Mittwoch, 8. Dezember 2010

"Guck mal, es schneit!"


"Guck mal, Madita, es schneit!"
Da springt Madita schnell aus dem Bett. Der erste Schnee ist ja etwas Besonderes und Wunderbares.
"Ich mag diesen lieber als all den anderen blöden Schnee", sagt Madita.
So ungerecht ist Lisabet nicht.
"Ich mag aber allen Schnee auf der ganzen, ganzen Welt", behauptet sie.
Darüber lacht Madita.
Was willst du denn mit all dem Schnee auf der ganzen Welt? Ich finde, unser Schnee hier reicht schon."
Ja, und ob der reicht!
Und jetzt fällt er dicht über ganz Birkenlund. Die Birken rund ums Haus werden so weiß und schön, und Madita und Lisabet werden so ausgelassen und wild.
Den ganzen Tag lang haben sie Spaß in ihrem Schnee. Sie rollen sich darin herum, sie bauen einen Schneemann und eine Schneelaterne, und dann rollen sie sich wieder im Schnee. Das macht Sasso auch. Er bellt und freut sich. Gosan guckt durchs Küchenfenster und glaubt, dass Sasso verrückt geworden ist. Gosan macht sich nichts aus Schnee. Aber Papa! Plötzlich kommt er herausgestürzt und will mitmachen.
"Jetzt zeig ich euch mal, dass ich die Nase vom Schneemann mit diesem Schneeball hier treffen kann", sagt er.
Und das kann er tatsächlich.
"Aber jetzt zeig ich dir, dass ich deine Nase mit diesem Schneeball treffen kann", sagt Madita.
Und dann gibt es eine Schneeballschlacht! Papa kämpft so wild, dass er schließlich in eine Schneewehe fällt.

Astrid Lindgren, 'Pelle zieht aus und andere Weihnachtsgeschichten'

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Winter


Die Weihnachtszeit hat begonnen, und draußen hat der Winter bereits sein weißes Kleid über die Erde ausgebreitet.
Beißender Frost rötet uns auf unseren nun kürzer werdenden Wegen Nase und Wangen.
Wir denken an die Vögel und anderen Tiere, die jetzt schwerer ihr Futter finden.
Wir erinnern uns auch an letztes Jahr...an den langen schneereichen Winter und fragen uns, wie lang und kalt dieser wohl werden wird.
Gemütlich streifen wir über den Weihnachtsmarkt und die Kinder bestaunen die vielen Lichter, während uns der Atem zu weißen Wolken gefriert.
Es ist Weihnachtszeit und Winterzeit.
Und niemanden stört es, dass wir viel zu spät Adventskalender kaufen gehen. Nichtmal ein Adventskranz steht auf dem Tisch, und auch unsere Fenster sind nicht dekoriert.
Wir hören Geschichten.
Wir kuscheln uns zusammen.
Wir singen.
"...es schlafen Bächlein und Seen unterm Eise, es träumt der Wald einen tiefen Traum..."
Draußen fallen sanft die weißen Flocken - hier drinnen ist es schön warm und gemütlich.

Montag, 22. November 2010

Isla's Daybook


Outside my Window...guys, it is winter already! I am freezing cold and I hope this won't last until March...brr. I mean - snow for Christmas would be lovely...but please don't let it be a terribly cold winter for the next few months!

I am thinking...about Christmas time and how quickly this year has passed by and how many things I have learnt this year and that I realized how truely blessed I am! :-)

I am thankful for...love, friendships, change and challenges, dreams, hopes and confidence.

From the kitchen...there are oranges, satsumas and avocados, dried fruit and freshly baked bread and cake - I love this season! :-) Of course we also had our first Christmas cookie baking session. The cookies are yummy and not bound to last longer than for a day. :-P

I am wearing...a light blue cardigan, my favourite Jean's

I am reading...in the Bible the book Sirach, and some old children's books

I am hearing...Relient K with 'Between you and me'

One of my favorite things...
eating cookies, knitting socks and watching 'little women'.

A Few Plans For The Rest Of The Month...

- enjoying Christmas time
- making presents
- writing
- practicing songs with the kids

A picture I'd like to share with you...

Samstag, 20. November 2010

Es wird kälter

Es wird draußen kälter...langsam geht es auf den Dezember und die Adventszeit zu.
Ich denke an Zimtsterne, Kakao, Kerzenschein und lange Geschichten.

Auch Familie Ingalls bereitet sich auf die kalte Jahreszeit vor und hat sich bereits etwas wärmer angezogen.



We are preparing for December and Christmastime. I am thinking of Cinnamon cookies, hot cocoa, candle light and long stories.

The Ingalls Family is preparing for the cold season, too, and wrapped up warm. Baby Carrie is being cuddled on Ma's arm.

Sonntag, 14. November 2010

Kürbisbrot - yum, yum


(noch ungebacken)

~ Kürbisbrot ~

Zutaten:
650g Weizenvollkornmehl
150g Roggenvollkornmehl
500g Kürbismus
40g Hefe
2 El Honig
20g (Meer)Salz
2 El Butter
1/2 Teel Ingwerpulver

Zubereitung:
Kürbis einer beliebigen Sorte (z.B. auch Zucchini) schälen, in kleine Stücke schneiden und mit wenig Wasser kurz zu Mus kochen.
Dieses Mus wird anstelle der sonst angegebenen Flüssigkeit verwendet. Alles zusammen zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
Teig teilen und zwei Brote formen. Von jedem Stück einen Teil von etwa Brötchengröße abnehmen, rund wirken und obenauf setzen. Evtl. außenherum mehrmals einschneiden. Mit Eigelb bestreichen.

1. Teigruhe: 45 Minuten
2. Teigruhe: 15 Minuten auf dem Blech

Backen:
20 Minuten bei 200 Grad
10 Minuten bei 150 Grad (ohne Dampf)

Aus dem Backbuch von Ruth Topp und Anneliese Riffert, dass aus meiner Küche nicht wegzudenken ist. :-)

Zitat

"Man lernt nichts kennen, als was man liebt,
und je tiefer und vollständiger die Kenntnis werden soll, desto kräftiger und lebendiger muss die Liebe, ja, Leidenschaft sein."


~ Johann Wolfgang von Goethe ~
Brief an Jacobi, 1812


* Amelie liebt Bücher, egal ob mit oder ohne Bilder *


+ Jamie liebt es, alles was er sich so vorstellen kann, zu bauen - egal ob aus Duplo, Lego, Pappe oder etwas anderem +


~ Lisa liebt es zur Zeit, Kerzen anzuzünden (neben Klavierspielen und Basteln natürlich!). ~

Was lieben eure Kinder? Was liebt ihr?

Sonntag, 7. November 2010

Übrigens...

...ich bin jetzt auch wieder in meinem KreativBlog aktiv...
Allerdings habe ich es umgetauft und es heißt jetzt schlicht und einfach
~ isla ~.

Ginger & Pickles


...es war vorgestern...um 3Uhr morgens...klein-Amelie und ich sind aus irgendeinem Grund wach geworden und konnten nicht einschlafen...also las ich ihr 'Ginger & Pickles' vor...und sicher verstand sie kein Wort...aber was gibt es gemütlicheres mitten in der Nacht, als zusammen gekuschelt zu sitzen und ein Beatrix Potter-Büchlein zu besehen...erstanden vor Jahren in Wales in einem Charity-Shop für 20pence...

Sonntag, 31. Oktober 2010

Von Rüben, Geistern und Kürbissen


Wir haben heute "All Hallows' Eve" gefeiert. Es war das erste Mal und hat uns viel Spaß gemacht!
Wir haben 'Corn Bread' gebacken und dazu Chicken Nuggets in Geister-, Kürbis- und Fledermausform gegessen und natürlich gab es Kürbis als Beilage.

Abends haben sich die Kinder verkleidet und sind mit Freunden durch die Straßen gezogen, um an den Haustüren ihr selbstausgedachtes Gedicht aufzusagen (und natürlich Süßigkeiten geschenkt zu bekommen! ;-)


Wir haben auch ein bisschen über den Brauch nachgedacht und einiges herausgefunden. Zum Beispiel, dass er eigentlich nicht ursprünglich amerikanisch ist, sondern erst im 19.Jahrhundert durch irische und schottische Einwanderer in Amerika verbreitet wurde.
Und die Legende mit dem Kürbis (der eigentlich eine Rübe war) lautete ungefähr so:
"Der Brauch, Kürbisse zum Halloween-Fest aufzustellen, stammt aus Irland, dem Mutterland von Halloween. Dort lebte der Sage nach der Bösewicht Jack Oldfield. Dieser fing durch eine List den Teufel ein und wollte ihn nur freilassen, wenn er Jack O fortan nicht mehr in die Quere kommen würde. Nach Jacks Tod kam er aufgrund seiner Taten nicht in den Himmel, aber auch in die Hölle durfte Jack natürlich nicht, da er ja den Teufel betrogen hatte. Doch der Teufel erbarmte sich und schenkte ihm eine Rübe und eine glühende Kohle, damit Jack damit durch das Dunkel wandern könne. Der Ursprung des beleuchteten Kürbisses war demnach eigentlich eine beleuchtete Rübe, doch da in den USA Kürbisse in großen Mengen zur Verfügung standen, höhlte man stattdessen einen Kürbis aus. Dieser Kürbis war seither als Jack O’Lantern bekannt. Um böse Geister abzuschrecken, schnitt man Fratzen in Kürbisse, die vor dem Haus den Hof beleuchteten."
Quelle: Wikipedia

Auch in Deutschland gibt es eine sehr alte Rübengeister-Tradition, die sehr an Halloween erinnert:

"Rübengeister haben in vielen deutschen Regionen eine lange Tradition. Seit jeher wird im Spätherbst aus den harten Zucker-, Runkel- oder Steckrüben ein „Geistle“, „Rubebötz“ oder „Flenntippel“ geschnitzt. Die ausgehöhlten Rüben, mit ihren schaurig schönen Fratzen, werden von den Kindern, beim Rübengeisterumzug im oberschwäbischen Bad Buchau, auf Stecken durch die Stadt getragen. In der Lausitz stellt man den „Flenntippel“ in den Vorgarten des Nachbarn und erheischt so Süßigkeiten.
In Ostfriesland war es früher Brauch, im November zum Martinisingen mit „Kipkapköögels“ von Haus zu Haus zu ziehen. Mit kleinen Gedichten oder Sprüchen, bettelten die Kinder der armen Bevölkerung um Lebensmittel und Gaben für den Wintervorrat der Familie. Das „Räbelichtli“, wie der Rübengeist in der Schweiz und im Schwarzwald genannt wird, sollte, wie viele andere Bräuche rund um das Licht, die dunkle Jahreszeit erhellen. Aber auch dunkle, unheimliche Gestalten und böse Geister vertreiben.
Heute ist es Brauch den Kindern Süßigkeiten zu geben und auch viele Reime, Lieder und Gedichte sind leider auf der Strecke geblieben. Die Rübenlaterne ist vielerorts dem Kürbislicht gewichen. Nicht nur, weil die Rübe in den ländlichen Gebieten an Bedeutung verloren hat, sondern vor allem, weil sich der Kürbis viel leichter aushöhlen lässt.
Außerdem ist ein so ein Gemüsekürbis viel größer als eine Kohlrübe und sieht hübscher aus. Das hat wohl auch die irischen Einwanderer in Amerika dazu veranlasst, statt der traditionellen Rübe, einen Kürbis an Halloween auszuhöhlen.

Auch Kürbisfeste haben eine lange Tradition und haben nicht immer etwas mit Halloween zu tun. Vielmehr fallen sie in die Erntedankzeit. Der farbenfrohe Kürbis lädt mit seiner Vielfalt an Sorten und Verwendungsmöglichkeiten regelrecht zum Feiern ein."
Quelle: Kidsweb.de

Samstag, 30. Oktober 2010

Lon-dubh


~ Julie Fowlis' beautiful Scots Gaelic rendering of the Beatles classic 'Blackbird' ~
Tha sin fior breagha! :-)

Charlotte Mason - Music Appreciation

"Music appreciation is done in much the same way as art appreciation. Simply listen to the music of one composer at various times throughout the week. Tell children which composer you’re listening to. You could play the music in the vehicle while running errands or play it at home in the background during a meal. Be sure to begin the CD or tape at different songs to make sure the children have a chance to hear more than just the first selection.
Continue to listen to pieces by the same composer for several weeks until the children become familiar with that composer’s style. If possible, read or listen to a short biography about that composer sometime during your study of his or her work."
Quelle: SimplyCharlotteMason.com

Da wir generell viel und sehr umfangreich Musik hören, ist es ein bisschen schwierig für uns, einen einzigen Komponisten pro Monat oder Halbjahr auszuwählen.

Dennoch habe ich für uns gerade einen Komponisten herausgepickt, den wir mal ein bisschen näher betrachten:
Antonio Vivaldi (1678 - 1741).

Natürlich führt kein Weg um 'Die vier Jahreszeiten' herum - schließlich ist es das bekannteste Werk von ihm und sicher auch das populärste.

Wann habt ihr das letzte Mal die Vier Jahreszeiten gehört und versucht, euch vorzustellen, wie dort im Frühling die Vögel zwitschern, oder im Sommer ein Gewitter grollt und der Regen herabrauscht, wie im Herbst die bunten Blätter im Wind tanzen und im Winter alles still und kalt daliegt und von einer weißen Schneedecke eingehüllt ist?

Von den Vier Jahreszeiten gibt es übrigens ein schönes Hörspiel und eine tolle Jazz-Version von Jaques Loussier.

Malsehen, was uns noch schönes von Vivaldi in die Hände fällt?


("Die vier Jahreszeiten, Sommer, 3.Satz" veröffentlicht 1725.)

Freitag, 22. Oktober 2010

Zitat


"Einen jungen Menschen unterrichten, heisst nicht einen Eimer füllen, sondern ein Feuer entfachen."

~ Aristoteles ~

Kürbis


...gestern probiert und hmmmmm...!
Pumpkin Spice Latte
1 serving

1 cup milk
1 tablespoon canned pumpkin (ich habe frischen selbst weich gekocht)
1 tablespoon sugar
1 tablespoon vanilla
1/4 teaspoon ginger
1/4 teaspoon nutmeg
1/2 teaspoon cinnamon
1/2 cup strong brewed coffee

Combine milk, pumpkin, and sugar in saucepan. Cook on medium heat, stirring until steaming. Remove from heat and stir in vanilla and spice. Transfer to a blender and process until foamy. Pour into a large mug and add coffee. Top with fresh whipped cream and a sprinkle of cinnamon sugar. Enjoy!
** entdeckt auf Heritage Schoolhouse **

*** *** ***

...dieses Rezept habe ich ebenfalls ausprobiert und warte nun gespannt auf das Ergebnis...

Milchsaurer Kürbis
Zutatenmenge für 2 l Glas

1200g geschälter Kürbis
400g säuerliche Äpfel
1 ungespritzte Zitrone
250g Quitten
1 gehackte frische Ingwerwurzel
1 El gem. Piment
1 Msp. Zimt
25g Salz pro kg Gemüse
1/8l Molke
wenn möglich, milchgesäuerter Saft

Arbeitsweise
Zitrone waschen und in Scheiben schneiden. Quitten ca. 20 Minuten kochen, bis sie etwas weich werden, aber nicht zerfallen; abkühlen lassen und in Würfel schneiden.

Kürbis schälen und in Würfel schneiden, Äpfel ungeschält achteln. Kürbisschalen und Kerne 1/2 Stunde in Wasser auskochen, Salz abwiegen, Gewürze mischen.

Gemüse, Gewürze und Salz fest in den Topf schichten, so dass möglichst wenig Hohlräume entstehen. Den abgekühlten Absud von Schalen und Kernen mit Molke und eventuell milchgesäuertem Saft mischen und über das Gemüse gießen, bis dieses knapp bedeckt ist.

Gärung: Zimmertemperatur (18 - 20 C), 8-10 Tage
Säuerung/Lagerung: kühl (2 - 10 C) 6-8 Wochen

Ich habe das Rezept ein wenig abgewandelt, weil ich z.B. keine Quitten im Haus hatte. Aber ich denke, es wird trotzdem schmecken. :-)

*** *** ***

...wird morgen ausprobiert:

Kürbis-Orangen-Suppe
schmeckt frisch und fruchtig, gleichzeitig wärmend

Zutaten für 4 Portionen:
800g Kürbis (Hokkaido)
250g Karotten
800ml Gemüsebrühe
3 Orangen
90ml Sahne
1 EL Creme fraiche
Kräutersalz
Pfeffer
Kräuter

Kürbis gut abbürsten, teilen, Kerne entfernen und Kürbisfleisch würfeln. Karotten ebenfalls würfeln. Gemüsebrühe zum Kochen bringen. Kürbis und Karotten hineingeben und zugedeckt ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen. Anschließend pürieren.
Orangen auspressen. Den Saft mit der Sahne und der Creme fraiche zur Suppe geben. Erneut erhitzen.
Mit Salz und nach Belieben etwas Pfeffer abschmecken und mit Kräutern bestreuen.
gefunden auf Chefkoch.de

Freitag, 15. Oktober 2010

Kurze Pause


...da wir gerade zwei Kinder betreuen, bis die 'richtige' Betreuung eintrifft, mache ich hier eine kurze Pause...

Es ist schön mit den Kindern - aber ich freue, freue, freue mich schon wieder auf mein eigenes Bett. Aus irgendeinem unerklärlichen Grund kann ich in dem Haus, wo wir vorübergehend wohnen nicht schlafen, und so kämpfe ich mich nur mit halber Energie durch den Tag. *gähn*
Aber Sonntag ziehen wir wieder zurück! Juchuu! Ich mag unsere kleine Wohnung - das lerne ich gerade richtig zu schätzen. :-)

Ich wünsch euch bis dahin ein schönes Wochenende!

Sonntag, 10. Oktober 2010

Goldener Oktober


~ OKTOBER - TRAUM ~

Wenn die Tage kürzer werden
und der Sommer sagt: "Good bye!"
Dann beginnt die Zeit, die Bunte,
gold´ne Farbenspielerei.

Doch am Morgen trüb und neblig.
Weißer Schleier deckt die Flur.
Krächzend zieht vorbei die Krähe -
wo sie zieht? - man hört sie nur!

Durch die dichten Nebelschwaden
blitzt des Mondes Silberschein.
Oder sind es Sonnenstrahlen? -
bestimmt könnten es beide sein.

Und ganz langsam wird es lichter,
heller, denn der Tag erwacht.
Ein gar herbstlicher, ein frischer -
feucht das Gras der langen Nacht.

Wirklich, es sind Sonnenstrahlen,
die da durch die Wipfel blitzen.
Leis´ die bunten Blätter rauschen -
die, wie´s scheint noch feste sitzen.

Langsam steigt der weiße Nebel -
auf, vom Bache und der Au.
Mächtig strahlt jetzt uns´re Sonne -
und der Himmel - welch ein blau.

Eichhörnchen sind bei der Arbeit
in dem großen Nussenbaum.
Golden schimmern seine Blätter -
wahrlich ein Oktober - Traum!

Warm sind noch so manche Tage,
doch nicht mehr ganz sommerlich.
Altweibersommer - farbenprächtig.
Wer weiß wie lang? - das frag´ ich mich.

Schnell kann´s geh´n, der Wind bläst nördlich.
Schon klagt gar mancher Ach und Weh.
Und über Nacht wird´s ungemütlich -
und morgens liegt vielleicht schon Schnee?
by Rainer F. Storm

...es scheint, dieser Oktober gibt uns viele Gelegenheiten für Wanderungen und kleine Picknicks in der Natur...





Samstag, 9. Oktober 2010

Charlotte Mason Education


Eigentlich mag ich uns ja nicht in eine bestimmte Schublade stecken, dennoch sehe ich uns im Großen und Ganzen als 'Unschooler' - meine Kinder dürfen ohne Beschulung (außer erwünscht) und ohne Struktur und Lehrplan lernen.
Sie lernen in der Regel wann, wo und wie sie wollen, auch wenn sie sich gerade in der Schule bzw. im Kindergarten befinden (beide Einrichtungen folgen Wild/Montessori, so dass dies auch wirklich möglich ist).
Trotzdem ist es so, dass ich mich hin und wieder auch von anderen Lernphilosophien inspirieren lasse und das ein oder andere aufnehme und umsetze, wie es für uns passt.

Daher möchte ich heute gern die britische Lehrerin Charlotte Mason vorstellen, die in Deutschland weitestgehend unbekannt, in England und in den USA aber einige Homeschool-Anhänger hat.
Charlotte lebte 1842 - 1923 und ich bin mir nicht sicher, ob sie als Reformpädagogin (wie z.B. Maria Montessori) bezeichnet werden könnte.
Auf jeden Fall lag ihr aber am Herzen, allen Kindern jeder Schicht eine gute Ausbildung zu gewähren.
Ihre Art von Unterricht unterschied sich gravierend vom normalen Schulunterricht, wie wir ihn kennen.
Zum Beispiel lehnte Charlotte Textbücher ab und ließ ihre Schüler Literatur lesen, die sich mit einem jeweiligen Thema beschäftigte.
Anstatt Abfragetests ließ sie Schüler mit eigenen Worten erzählen, was sie gelesen hatten, oder ließ sie es in einem Aufsatz zusammenfassen. Dabei kam es nicht so sehr auf eine perfekte Wiedergabe an, sondern vor allem auf die eigenen Gedanken, die sich das Kind zum Thema machte.
Lernen sollte in Charlotte's Augen so lebendig wie möglich sein, und das Kind dazu anregen selbständig Zusammenhänge zu erkennen, eigene Ideen zu entwickeln und mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.
Miss Mason legte Wert darauf, den Kindern wirklich gutes Material anzubieten, um sie herauszufordern und mit anspruchsvollen Themen in Berührung zu bringen.

Besondere Punkte ihrer Pädagogik:
Lebendige Bücher
Charlotte Mason ließ die Kinder Literatur lesen, in jedem Fach in dem dies möglich war. Lebendige Bücher fesseln und bereiten ein Thema spannend auf, so dass das Kind besser hineintauchen kann und nicht über trockenen Textbüchern sitzt und gegenüber dem Lernen negative und ablehnende Gefühle entwickelt.

Nacherzählen
Das Wiedergeben des Gelesenen in eigenen Worten empfand Charlotte als wichtig. Auf diese Weise behielten die Schüler das Gelesene besser, konnten beim Erzählen auch eigene Gedanken und Meinungen einbringen und Erzählen machte viel mehr Freude, als über einem Abfragetest zu sitzen, der am Ende auch noch benotet wurde.
Nacherzählungen konnte mündlich, schriftlich oder auch gezeichnet sein.

Positive Angewohnheiten
Miss Mason war davon überzeugt, dass positive Angewohnheiten dem Kind helfen würden, diszipliniert und selbständig zu lernen. Sauberkeit, Ehrlichkeit, Aufmerksamkeit, Pünktlichkeit sind einige von den positiven Angewohnheiten, die Charlotte ihren Schülern antrainierte.

Kurze Unterrichtspannen
Für jüngere Schüler dauerte eine 'Unterrichtstunde' jeweils 20 Minuten; die Einheiten wurden länger, je älter die Schüler wurden.
Miss Mason war davon überzeugt, dass es besser war, sich für kürzere Zeit voll zu konzentrieren, als z.B. 45 Minuten nur halb bei der Sache zu sein.

Perfektion
Charlotte Mason erschien es sinnvoller, wenn ein Kind z.B. drei oder vier Buchstaben perfekt schrieb, als Seiten damit vollzumalen, und schon bald Konzentration und Lust zu verlieren.

Kunst/Musik
Genau wie in der Literatur sollten Kinder auch im Hinblick auf Kunst und Musik mit anspruchsvollem Material in Berührung kommen. Zum Beispiel wurde pro Trimester ein Künstler und ein Komponist gewählt (der zum jeweiligen Geschichtsabschnitt gehörte, der gerade durchgenommen wurde), und 6 Werke dieser Menschen angehört bzw. studiert. Ältere Schüler befassten sich auch mit dem Leben des Künstlers/des Komponisten.

Naturkunde
Charlotte schickte ihre Schüler direkt hinaus in die Natur, um etwas zu lernen. Die Kinder legten ein Naturbüchlein an, in das sie zeichneten und malten, was sie draußen fanden: Blumen, Bäume, Pilze, Insekten, Fische, Säugetiere, etc. Diese Zeichnungen wurden beschriftet, eventuell wurde dazu noch eine Notiz geschrieben oder ein passendes Gedicht zugefügt. Für ältere Schüler wurde das Naturstudium natürlich komplexer als das bloße Zeichnen und Malen.

Lyrik/Dichtung
Gedichte gehörten fest zu Charlottes Unterricht und wurden gemeinsam gelesen, jedoch nicht kritisiert, analysiert und auseinander genommen. Gedichte sollten für sich selbst stehen und die Kinder sollten die Chance haben, eine eigene Beziehung dazu zu entwickeln.

Geschichte und Geography
Diese Fächer wurden auch hauptsächlich durch Literatur, Biographien und Autobiographien gelernt. Lebendige Bücher sollten dem Schüler die Gelegenheit geben sich ganz mit einer Zeit, einer Person oder einem Ort zu verbinden.

Dies sind einige Punkte, die ich aufführen möchte. Es gibt sehr gute Bücher über Charlotte Mason und ihre Lehrmethode, die sich zu lesen lohnen und die vollständig zusammenfassen, wie Charlotte gelehrt hat und warum.

Auch wenn ich strukturiertes Lernen ablehne, mag ich trotzdem einige Aspekte aus Charlottes Philosophie. Ich picke mir hier und dort die Dinge heraus, die zu uns passen und die wir zusammen mit dem Freien Lernen umsetzen können.
Zufälligerweise interssieren mich auch gerade die Dinge, die Charlotte am Herzen lagen, wie Kunst, Musik, Literatur, Geschichte und die Natur, so dass ich mich wahrscheinlich deshalb auch zu ihren Ideen hingezogen fühle. :-)

Was wir Charlotte-Mason-mäßig in unseren Alltag einbauen werde ich demnächst in Einzeltposts näher erzählen. Bis dahin könnt ihr hier über Miss Masons Leben und ihre Arbeit lesen. :-)

CM-Homeschooler im Netz:

Here in the Bonny Glen

Living Charlotte Mason in California

Secular Charlotte Mason

Homeschooling Downunder

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Schottisch-Gälisch


"Ciamar a tha sibh?"

Ein bisschen Gälisch habe ich ja jetzt schon gelernt. Aber dieser Satz ist mir bisher am besten im Gedächtnis hängen geblieben. Es bedeutet 'Wie geht es dir?' und spricht sich ungefähr 'Kimmar a ha schiw'. Gälisch ist ja eine dieser lustigen Sprachen, wo viele geschriebene Buchstaben nicht gesprochen werden - obwohl Walisisch da noch komplizierter ist.
Aber ich mag den Klang des Scottish Gaelic sehr und höre liebendgern gälische Folksongs z.B. von Julie Fowlis.
Außerdem weiß ich jetzt endlich, wenn Jamie Fraser seiner Claire (Feuer und Stein/Diana Gabaldon) 'Mo Cridhe' zuflüstert , wie man das ausspricht, und was es bedeutet. :-D

Lesen lernen


Mein Sohn möchte gern Lesen lernen - und das möglichst schnell!
Vorgestern hat er mir das prophezeit, und erinnert mich nun ganz oft daran, dass wir ja noch Lesen lernen wollen.
Es ist ihm ernst und wichtig damit, aber er ist sich nicht bewusst darüber, dass die ganze Sache ein Prozess ist, der unter Umständen eine Weile dauern könnte. ;-)

Heute war es dann soweit.
Wir haben ganz offiziell damit begonnen die Buchstaben zu lernen.
Ich habe ein paar lustige Ausmalseiten ausgedruckt für das A und auch das B und so saß er dann am Küchentisch und arbeitete.
Doch ziemlich schnell wurde ihm langweilig.
"Ich will Lesen lernen, jetzt!"
Ja...aber wir sind doch dabei...!?
"Aber ich will richtig lesen können. Jetzt gleich!"
...naja, ein paar Buchstaben wären schon eine gute Grundlage...
"Gut, dann lern ich eben einen Buchstaben und dann will ich lesen können!"
*puuh, seufz*
Ich überlegte, und schrieb kurzerhand ein paar leichte Wörter auf das Blatt Papier. Dinge wie: Mama, Eis, seinen Namen, etc.
Ich las ihm vor, er las mir nach und schrieb die Wörter ab.
Das fand er schon spannender, und lief fluchs zu seinen Schwestern und zeigte, was er schon schreiben und lesen könne.

Vielleicht ist es für ihn erstmal sinnvoll Wörter erkennen zu können, als die einzelnen Buchstaben zu wissen. Ob ich ihm eventuell auch dieses Heft hier besorge?


Einzelnes Material zum Ausdrucken gibt es auch auf Rolf Robischon's Homepage.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Auszeit und Homeschooling

Foto by hi-res

Auch Deutsche bemerken, dass Homeschooling der Familie guttut.

Jörg Pilawa nahm sich eine Auszeit und gönnte sich mit seiner Familie eine Weltreise. Unterwegs unterrichteten er und seine Frau ihre beiden Kinder (9 und 6 Jahre).
"Mit den Kindern am Meer zu sitzen und einfach aufs Wasser zu gucken, ohne Terminpläne und Alltagssorgen im Rücken zu haben, gibt der Zeit eine ganz neue Qualität."
Hier mehr

Und auch Angelo Kelly zieht seit einigen Monaten mit Frau und Kindern im Wohnmobil durch Europa und lässt seine Kinder schulfrei lernen.
"Diese Reise ist wohl eine der besten Entscheidungen, die ich bis jetzt in meinem Leben getroffen habe. Es hat meine Familie noch näher zusammengebracht und die Kinder lieben es sehr."
Hier dazu mehr

Sonntag, 3. Oktober 2010

Bauernmarkt

Heute war Bauernmarkt. Das Wetter war fast sommerlich schön und warm, und - wenn man von meinem Küchen-/Spüldienst absieht - hatte ich einen tollen Tag mit meinen Kindern.
Die Schule meiner Tochter betreibt jedes Jahr einen Stand, wo fleißig von den Eltern gebackene Torten und Kuchen verkauft, Waffeln gebacken und Kaffee und Saft ausgeschenkt werden. Ich teile mich immer freiwillig für den Küchendienst ein, weil sich dafür weniger melden und ich das ganz gern mache.

Nichtsdestotrotz hatte ich natürlich noch genügend Zeit, über den Markt zu streifen, mit Lisa Kutsche zufahren und jede Menge Kürbisse einzukaufen.
Letztere gab es wirklich in jeglicher Form, Größe und Farbe (naja, blaue gab's nicht...) - und ich freu mich jetzt schon meinen zu Suppe und anderen leckeren Sachen zu verarbeiten. Hmmm...!

Für die Kinder waren die Tiere natürlich am interessantesten! (Neben dem Karussel und der Zuckerwatte ;-)





...lustige Musik gab es auch!



Und hier meine Kürbisausbeute...naja, ein Teil davon:

Samstag, 2. Oktober 2010

Isla's Daybook



Outside my Window...it is dark and wet. It was raining earlier; I think it stopped now. It's also quite chilly. I turned the radiator on a bit - have to get used to the drop in temperature, yet. ;-)

I am thinking...about the sewing that I wanted to get done. It is a lovely dress for my little one - and I have already prepared the fabric, cut the pieces, etc., but for some reason it isn't happening. :-/ In the meantime I am knitting the kindergarten-bag that I am also going to felt in the washing machine.

I am thankful for...
all the help I am receiving in these uncertain times. I am going to start University at the end of this month and our life is going to change a lot!

From the kitchen...there is damsen cake waiting on a plate, and yummy chicken soup that I will eat in a minute.

I am wearing...pink pyjamas. :-P

I am reading...'The fiery cross' by Diana Gabaldon; nice book, but taking a looooooooong time to read due to loads of super-thin pages. 'The Charlotte Mason Companion' by Karen Andreola; an excellent and inspiring book about Charlotte Mason's education philosophy.

I am hearing...Kate Rusby singing the song 'Cruel'.

One of my favorite things...lighting candles, smelling deliciously spicy tea, cuddling up to my youngest daughter in bed, listening to George Winston's piano playing, writing when the house is quiet, chatting with friends over tea, spending alone-time with my Creator, porcinos and pumpkins, collecting conkers with the kids, ...

A Few Plans For The Rest Of The Month...
- preparing for life as a student
- getting my sewing done
- finish my knitting projects
- go for some adventures with the kids :-)


A picture I'd like to share with you...

***Lesezeit***

Während des Sommers lesen wir nicht viel. Aber jetzt mit dem einsetzenden Herbst sind wir (endlich) wieder in die Welt der Bücher eingetaucht!

Wir erleben, wie es Laura und ihrer Familie im 19. Jahrhundert in einem Blockhaus im Wald in Wisconsin/USA ergeht; wie Pa als Jäger und Farmer für die Familie sorgte, wie damals Weihnachten gefeiert wurde, wovon die Familie lebte und welche Geschichten Pa abends am Feuer erzählte. Wir sind jetzt im 4 Kapitel und freuen uns darauf, herauszufinden, wie es weiter geht.

Außerdem lernen wir über das Leben eines Kolkrabens namens Raku, der gerade aus seinem Ei schlüpft. :-) Die Bücher von Lothar Streblow sind wunderschön geschrieben und spannend; ich kann sie nur empfehlen.

Dienstag, 28. September 2010

Unschooling-News

Unser Lernweg sieht zur Zeit ungefähr so aus:

Lisa:
- Lisa hat in der Schule mit Klavierunterricht begonnen und ist absolut leidenschaftlich dabei. Sie hätte am liebsten jeden Tag Unterricht und würde stundenlang üben (wenn wir ein eigenes Klavier hätten.). Sie spielt derzeit ausschließlich in der Schule aber für den Anfang finde ich das in Ordnung. Derweil werde ich mich nach einem guten gebrauchten Clavinova umschauen.
- Sie spielt gerade die alten Lernspiele für 1. und 2. Klasse durch, damit wir das Spiel für die 3. Klasse bestellen können
- Sie hat eine Papierfabrik auf ihrem Schreibtisch für ihre Fillys gebaut, wo die Fillys aus Toilettenpapier und Wasser und Tusche buntes Papier herstellen.
- Mittwochs ist Sporttag
- ich lese ihr (und auch den anderen) gerade 'Laura im großen Wald' vor.

Jamie:
- Jamie erkundet während seiner Kindergartenzeit die Schule (beide Einrichtungen sind durch ein kleines Tor im Zaun miteinander verbunden).
- Er hat angefangen mit der Janosch Vorschule am PC.
- Er baut immernoch gern Roboter aus Duplo-Steinen
- Liebendgern saust er draußen mit Rad, Roller oder Traktor umher; er ist sehr aktiv und voller Energie!
- Mittwochs ist Sporttag
- Donnerstags gehen wir in die Bücherei, wo er sich gern Sachbücher ausleiht
- Er macht liebendgern Experimente über Schwerkraft, Wasser, Luft, etc.

Amelie:
- Amelie entdeckt den Kindergarten; wenn sie keine Lust hat, darf sie zu Hause bleiben.
- Sie versucht zu zeichnen und bastelt mir aus ihren Bildern kleine Geschenke
- Sie spielt ganz ganz viele Rollenspiele mit Fillys, Schleichtieren, Kuscheltieren, Playmobil, etc.
- Mittwochs ist Sporttag :-)

Mama:
- Ich habe begonnen, Schottisch-Gälisch zu lernen, weil ich gern gälische Folk-Songs singen möchte.
- Für Jamie und Amelie stricke ich Kindergartentaschen, die ich in der Waschmaschine filzen werde.
- Ich schreibe weiterhin viel und hoffe, dass ich mich verbessere. :-)
- Im Oktober wird mein Uni-Studium beginnen, worauf ich mich schon sehr freue!

Donnerstag, 22. Juli 2010

Trust


My beautiful little daughter is what you would call 'a very poor eater'. She doesn't touch fruit and she dosn't touch vegetables. All she likes is bread, potatoes, pasta and meat/fish.
There were times when I was seriously worried about her.
I thought I have to bribe her into eating, a friend of mine was advising me to 'teach' her to eat (something that actually several people recommended) and I tried.
I tried everything I could to make her eat those things.
And do you know what happened? She got very angry. In fact she got so angry with me that every time I mentioned 'she should really try some fruit/veg' she stomped out of the kitchen and ate nothing - not even those things she usually likes.

I sat down and reflected about what happened. My friend told me about the beautiful result she had achieved by 'teaching' her daughter to eat by being persistent and consistent. Did I lack the ability that she had? Am I too loose? Do I give in too quickly?
Deep inside I was feeling that all I lacked in this situation was TRUST.
I mean - in all areas of our family life I trust my children that they know what they need and know what to learn and know how to do what they need to do.
The whole idea of unschooling can only exist when we trust our children!
I trusted them since they were newborns that they were able to communicate their needs and wants and that they would always receive what they required to fully develop if I was attentively responding to their communication.

Well then.
I decided that I had to let go of the idea that Amelie had to eat certain things and I stopped pondering about the 'how' of getting her where I wanted to have her.
I felt deeply that I really want to be able to trust her with this part of her life, too, because I actually don't want to teach her how to eat this or that!
It feels so wrong!

Now, all this happened quite a few weeks ago. I let go of the situation, restored my trust and made sure there was always something in our food that she likes (which is not that difficult to include potatoes or pasta in a meal ;-))
And then...two days ago something interesting happened:
Amelie was asking me for some melon!
I gave her some - thinking that she was joking. But no, she ate it. :-D
At dinner time she was picking her potatoes out of the stew and then proclaimed 'I love carrots!' And she did eat them.
Yesterday she wanted a plate with banana slices and after she finished them she was asking for more...!

I still can't believe it.
And I am taking myself back not to show her my amazement or happiness and surprise about her change - because it might put her off again.
I am glad I could trust her. It is not always easy to give up control and place it in another ones hand. But it is worth it!

Mittwoch, 14. Juli 2010

Isla's Daybook


Outside my Window...searing summer sun and deep blue sky...wow, it is hot here these days. We could imagine we are on holiday in a southern country...maybe Spain...or south of France. :-P

I am thinking...about my daughter who is with her Dad for a couple of weeks in Berlin. Have to give her a ring later and send off that letter to her. I'm also thinking about those forms I have to fill in for University...lot's of work to do...

I am thankful for...
some of the blogs I came across recently. The internet can be an amazing source of inspiration! So goood, so helpful, so motivating!

From the kitchen...as I am having a raw food flash back (I was a raw foodist and vegan in the past) there is not much going on in the kitchen these days, except for cutting fruit and veg, blending a smoothie or making almond milk. I DO cook for the kids, of course. But even they are not very hungry in this heat...

I am wearing...jeans, t-shirt and bare feet :-)

I am reading...some books that have been lying around unfinished. The kids and I have started to read a (simple) version of Robinson Crusoe and we also are into the Famous Five right now. Adventures are great!

I am hearing...my kids playing and the birds wisteling outside. There is also a constant sound of the road works not far from here. And...I am listening to an audio play. :-)

One of my favorite things...freshly brewed coffee, sweet cherries, chilled cucumber-soup, melons and some strawberries. Hmmmmm...

A Few Plans For The Rest Of The Month...
sorting out our financial situation, looking into fabric and yarn sources, starting spinning the wool I ordered, enjoying summer and looking out for some adventures! :-)

Have a lovely summer everyone!

Dienstag, 13. Juli 2010

Lernen mit Spaß und Freude!


Vor kurzem blätterte ich durch eine Mainstream-Elternzeitung und stieß auf einen sehr interessanten Artikel. Ein Satz in der Überschrift lautete: "Warum Spaß beim Lernen so wichtig ist"
Wie...Spaß ist beim Lernen wichtig? Das ist ja etwas ganz Neues. Heißt es doch sonst meist 'Kinder müssen lernen Dinge zu tun, die keinen Spaß machen. So ist das Leben. Und später auf der Arbeit geht es doch auch nicht um Spaß...' Habe ich schon oft gehört und ist eine weitverbreitete Meinung. Wenn ich dann erklären will, warum Spaß und reges Interesse eine regelrechte Lernleidenschaft entfachen können, winken so einige ab.
Nein, Schule soll keinen Spaß machen. Wo kommen wir denn da hin?? Das wär ja noch schöner! Könnten wir unseren Sprösslingen doch dann nicht mehr androhen, dass jetzt 'der Ernst des Lebens' beginnt, wenn sie eingeschult werden.

Doch die Hirnforschung hat ganz anderes entdeckt, und noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass diese Erkenntnisse auch in das Bewusstsein der Lehrerschaft und der Bevölkerung einsinken - irgendwann.

Aus dem Artikel:
1. Lustvoll Lernen
Druck, Frust aber auch Langeweile sind "Lernkiller"(Anm: ich denke da an die Paukerei für Tests und an Benotung und auch an die endlos langen Monologe seitens der Lehrer). Denn unter solchen Bedingungen speichern Kinder das Gelernte als negative Erfahrung ab. Natürlich kann man Wissen auch mit Druck in die Köpfe bimsen. Etwa, in dem der Lehrer Angst verbreitet und das Kind aus Furcht vor Bloßstellung Vokabeln paukt. Dieses Wissen ist dann aber gekoppelt mit der negativen Erfahrung, die das Kind beim Lernen gemacht hat. Und jedes Mal, wenn es die Vokabeln einsetzt, wird diese unschöne Erfahrung im Gehirn mitaktiviert. Das hemmt das Kind, sein Wissen kreativ und mit Freude einzusetzen.
Lernt ein Kind hingegen mit Begeisterung und hat dabei Erfolgserlebnisse, wird das Belohnungszentrum seines Gehirns aktiviert, und das schafft Lust auf immer mehr Aha-Erlebnisse. "Statt aufzugeben, wenn es schwierig wird, bleiben Kinder dann in ihrem Lustzirkel des Ausprobierens und Entdeckens, also des Lernens im besten Sinne, drin", erklärt der Hirnforscher Prof. Gerald Hüther. (...)
Quelle: familie & co, 8-2010

Dienstag, 6. Juli 2010

An unschooling moment


Heute hat Jamie sich eine Sonnenuhr gebaut. Er schrieb sich die Zahlen auf, und stellte einen dicken Buntstift in die Mitte des Blatts. Dann schaute er, wohin der Schatten fiel, und stellte fest, dass er fünf Uhr anzeigte.
Er verglich dies mit der Wanduhr und stellte fest, dass das nicht stimmte.
Er hatte die Zahlen nicht im Uhrzeigersinn, also einmal im Kreis angeordnet, sondern nur einen Halbkreis kreiert, der ihm dann natürlich die falsche Tageszeit anzeigte.
Also habe ich ihm ein bisschen geholfen.
Schließlich zeigte der Schatten des Buntstifts tatsächlich auf 9 Uhr. Jamie bemerkte richtig, dass es auf unserer Wanduhr aber erst 8 Uhr war - na klar! Das ist wegen der Sommerzeit. Denn die Sonne stellt sich für uns ja nicht eine Stunde zurück. ;-)

Today Jamie created his first sun dial. He drew numbers 1-12 onto a sheet of paper and placed a thick pencil in the middle of it. Then he checked which time was indicated by the shadow of the pencil and noticed that it pointed to 5 o'clock.
Comparing this result with the time of our wall clock it showed him that this was not correct.
He hadn't arranged the numbers clockwise, but in a semi-circle so that his sun dial was of course indicating the wrong time.
I decided to help him a bit.
And finally the shadow of the pencil pointed to 9 o'clock. Jamie noticed correctly that on the wall clock it was 8 - and: yes, of course! That's because of the daylight-saving time. The sun doesn't turn itself back one hour, does it? ;-)

Hier ein Link zum Nachmachen: Sonnenuhr selber machen

Wer nicht fragt bleibt dumm...

...oder: die täglichen Fragen eines 5-jährigen.

Heute im Laufe des Abends:
- Wie können Raketen mit Feuer fliegen?
- Was bedeutet 'Schmerz lass nach'?
- Was heißt 'ungefähr'?
- Ist eine Pyramide aus Sand?
- Ist eine Wolke aus Wasser? Warum fällt sie nicht vom Himmel runter?
- Warum bekomme ich keinen Sonnenbrand?

...Fortsetzung folgt definitiv! ;-)

Dienstag, 22. Juni 2010

Lernen mit Vertrauen und Geduld


Als Unschooler muss man eine Menge Vertrauen und Geduld mitbringen, wenn man den Kindern ihren ganz eigenen Lernweg zugestehen will.

Jedes Kind lernt auf seine eigene Art und Weise und Kinder bahnen sich ihren Weg ganz unterschiedlich durch die Lernlandschaft.

Im Grunde bin ich vollkommen überzeugt vom Unschooling. Unschooling ist der Weg, der sich aus unendlich vielen verschiedenen Wegen zusammensetzt und alles zulässt.
Dennoch muss ich mich oft zurücknehmen; ich bemerke, wie sich meine Vorstellungen und Erwartungen in den Vordergrund drängen und wie sich Zweifel bemerkbar machen wollen. Ich erinnere mich an meine eigene Kindheit, denke daran zurück, was ich in welchem Alter schon alles konnte und übertrage dies auf meine Kinder.

Doch: Stop!
JEDES Kind lernt ANDERS - in einem ANDEREN Tempo - zu ANDEREN Zeiten - auf ANDERE Art und Weise. Auch meine eigenen Kinder.
Wenn ich mit 5 schon lesen konnte, heißt das nicht, dass meine Tochter dasselbe können wird. Vielleicht interessiert sie sich nicht für's Lesen bevor sie ihren 10.Geburtstag feiert...oder vielleicht noch später.
Wenn ich mit 7 Jahren Klavier spielen wollte und ganz offensichtlich musikalisch war, heißt das nicht, dass mein Sohn dasselbe Interesse entwickeln wird. Vielleicht ist er nicht einmal musikalisch. Vielleicht entdeckt er seine Liebe zu einem Instrument aber auch erst mit 12.
Wenn ich kein Mathe konnte und alle Naturwissenschaften gehasst habe, heißt das nicht, dass ich meine Kinder frühstmöglich in dieser Hinsicht fördern muss, damit sie es einmal leichter haben als ich.
Jedes Kind macht seinen Weg! Es wird DEN Weg gehen, der für ihn/sie angemessen ist und ihm entspricht. Vielleicht bedeutet das, dass meine Tochter einmal KEIN Abitur machen wird. Vielleicht bekommt sie sogar nur einen Hauptschulabschluss. Vielleicht möchte mein Sohn einmal Handwerker werden anstatt zu studieren oder vielleicht machen sich meine Kinder selbständig oder werden Selbstversorger. Genausogut könnten sie künstlerisch oder freiberuflich tätig sein, oder nach einem Doktortitel streben.
Alles ist drin! Und das ist das spannende an diesem Weg.
Jahr für Jahr entdecken wir mehr und mehr, was in unseren Kinder steckt und aufblüht und Früchte trägt.

Meine älteste Tochter Lisa hat heute die 2. Klasse abgeschlossen. Seit 2 Jahren ist sie in einer Schule, die sie nicht beschult.
Niemand hat sie bisher unterrichtet und dennoch hat sie unheimlich viel gelernt!
Vielleicht nicht dasselbe, was Regelschüler der 2. Klasse lernen müssen.
Z.B. liest sie zwar ab und an in Büchern, ist aber immernoch nicht flüssig.
Sie kann auch Großbuchstaben schreiben und ein bisschen Schreibschrift - aber es kostet sie noch eine Menge Anstrengung.
Mathematische Aufgaben rechnet sie nur im Kopf - Zahlen schreibt sie immernoch spiegelverkehrt.
Es ist bei ihr ganz offensichtlich:
Sie sitzt nicht gern still, um sich zu konzentrieren und schriftliche Aufgaben findet sie nicht wirklich spannend.
Gemeinsam mit den Lehrern haben wir festgestellt, dass Lisa sehr praktisch orientiert ist. Handwerken, Schmieden, Malen, Töpfern, Bauen findet sie unheimlich toll und die Kulturtechniken interessieren sie bisher nur nebensächlich.
Klar! Lesen ist notwendig, und meist liest sie, wenn sie muss, wenn sie etwas wissen will (die Schildchen zu ihren Sammeltierchen, Computeranweisungen, Packungsaufschriften, Produktbeschreibungen, Spielanleitungen, etc.), und wenn sie mir eine Nachricht hinterlassen möchte, dann kann sie auch schreiben. Aber etwas mit den Händen zu kreieren ist tausendmal spannender!
Wie überrascht war ich vor ein paar Tagen, als sie mir einen ganzen Karton Töpferwaren von der Schule mit nach Hause brachte, die schon richtig toll aussehen! Schalen, Figuren, eine Tasse für mich, eine Schatzkarte, ein Bild und noch einiges mehr.

Mein Sohn auf der anderen Seite lernt ganz anders als Lisa. Er lernt sehr intensiv über das Gehör. Er hört etwas und kann es sehr schnell auswendig wiedergeben. Er hat ein großes Interesse an Musik und kann sich Melodien sehr schnell merken. Buchstaben kann er schreiben, aber noch nicht benennen, genauso schreibt er seitenweise Zahlen auf.
Praktisch ist er allerdings auch interssiert: Er bastelt unheimlich gern mit Papier, er kocht und backt (manchmal selbständig, manchmal mit mir) und baut natürlich gern, wie die meisten Jungs. :-)

Wir brauchen uns keine Sorgen darüber machen, ob unsere Kinder von sich aus lernen. Sie tun es - in jedem Augenblick ihres Lebens! Kulturtechniken sind nicht alles. Sie helfen uns weiter und sind ein nützliches Werkzeug, aber wieviel mehr gibt es zu lernen und zu entdecken! Die Kulturtechniken werden nebenbei angeeignet, weil sie nötig sind, wie das Laufen und Sprechen. Und dem einen fällt dies leichter, bei dem anderen dauert es etwas länger.

"Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken." ~ Galileo Galilei

Montag, 29. März 2010

Spring ventures


...I don't have a camera right now to show what we are doing, but...

- Lisa has started to knit with a knitting doll. Looks lovely with multicoloured sock-wool. :-)
- I knitted the kids some tiny chicks to play with; they are now on our season table.
- we crafted cardboard eggs. We cut some branches in the garden and put them in a vase; we are waiting for them to open their buds and grow leaves. And we decorated them with the coloured cardboard eggs.
- I am almost finished with one of my stash-projects.
- We have been outside a lot exploring nature coming back to life again!
- we have been digging and tidying in the garden and I didn't realize I have so many different muscels in my body that can hurt. ;-)
- I have been writing brainstorming stuff mainly, as I am rather stuck in my projects. The brainstorming was very interesting so far and surprised me where my thoughts are wondering and what they come up with.
- I wrote two songs. They aren't finished completely but are basically there. I didn't know I can do this...!?

Sonntag, 21. März 2010

Isla's Daybook


Outside my Window...yesterday it was lovely; quite warm, a bit of sun, some drizzle. Today it's grey and rainy; weather to stay inside and do something creative.

I am thinking... (...)


I am thankful for...
having started to write daily. It has somehow become a routine now to write every day, and to work on my projects regularly. An unknown contentness is unfolding inside of me...and that even though I always thought I was content...! Writing to me is the most fullfilling and rewarding activity - and I didn't realize it until I started doing it as a part of my day, as natural as eating, drinking and sleeping. :-)

From the kitchen...we had some lovely wholemeal bagels yesterday - so yummy! As I have also altered my diet to regain more energy, there are lots of veg and fruits to make different colourful salads with.

I am wearing...jeans skirt and black hoodie sweater.

I am reading...I have started a lot of different books recently. I am a pretty bad reader when it comes to sticking to one and finishing it before turning to the next. But there are some main reads that I am concentrating on; Hemingway's 'Across the river and into the trees' (interesting - I like his style of writing), 'Outlander' by Diana Gabaldon (a re-read - I simply love this book! :-), 'Writing down the bones' by Natalie Goldberg (Very good and almost finished).

I am hearing...my kids playing and the birds wisteling outside. Peaceful Sunday morning!

One of my favorite things...a nice cup of chocolate cappuccino in the morning; working in the garden; new skirts for spring time! :-)

A Few Plans For The Rest Of The Month...
Finishing chapter 15 of my writing project; finishing my knitted jumper (it's almost done and now the winter is over, haha!); blogging regularly!


A picture I'd like to share with you...


~ as my camera is broken I have to post pictures from the past. This is one I actually really like. :-) ~